Druckschrift 
Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
Entstehung
Seite
288
Einzelbild herunterladen
 

288

iig Ti)v tur,v ctvafivijcnv.) Ermuntert eucli stets aufsNeue zum Festhalten an dieser heiligen Gemeinschaftund Einheit Eurer Seelen mit mir, damit mein Lehenin das eure iihergclie und in einem Jeden von euchaufs Neue sich darstellc. So will und werde ich eurebleibende Nahrung und Stärkung scyn, mich euch ein-verleiben, in euch wohnen, ihr werdet mich anziehen,mich im Herzen tragen, Eins mit mir seyn, mit mirwandeln, leben und sterben, u. s. f. Vgl. über dieseRedeweisen Eph. IIT, 17. V, 30. Röm. XIII, 14. Gal.III, 27. Job. XVII. Röm. VI, 8. 2 Kor. VII, 3.2 Tim. II, 11. u. a. in.

Zum Fünften ist nicht zu verkennen, dass mitder Anordnung des christlichen Abendmahls unmittel,bar Beziehung genommen worden auf das jüdi-sche Passah, dessen Feier die Gelegenheit darbot,jenes zu stiften, und dass beide in mehr als einer Hin-sicht parallel laufen. Die von Christus gebrauchtenAusdrücke sind zum Tlieil die nämlichen, welche beider Passahfeier vorkamen: die Tendenz der Festfeierist auf beiden Seiten wesentlich dieselbe: dort das An-denken an die beschützende und ans Unglück erret-tende, aus der Knechtschaft erlösende Gnade Gottes,deren sich das Jüdische Volk nach der alten Rimdcs-stiftung durch Jeliovah zu erfreuen hatte, wobei (laszu schlachtende und zu genicsscnde Lamm, und dieBestreichung der Thürpfosten mit dessen Blute zumZeichen der Errettung diente: hier die Erinerung andie weit wichtigere Rettung aus der Sclaverei derSünde durch den Aufopferungstod Christi zur Begrün-düng der neuen Religionsstiftung. Das gebrocheneBr od, welches den hinzugebenden, am Kreuz zu