226
Verbindung und Einheit des Geistes und Lebens fortund fort erhalten werde. Man denke sich nun einmallebhaft den seltsamen Satz als Christi eigenen Gedan-keil, und vergleiche ihn gleichzeitig mit dem Grund-text, besonders des Paulus und Lukas: Esset meinwahres Leib csfleisch und trinket mein wah-res Leibesblut, gen i esst also mich seihstleil>haftcrweise zu meinem Andenken, undzwar so lange, bis ich ko m me!! nämlich,dann esset und trinket mich nicht mehr!!Muss er nicht jeden Falls erst gekommen, d. i. gegen-wärtig seyn, ehe man ihn leiblicherweise gemessenkann? Wie mag es nun heissen: Esset mein Fleisch,und trinket mein Blut, bis dass ich komme?!Was soll nun der Kommende noch Verschiedenesseyn von dem, der stets kam und leiblich zugegen war?wie sollen wir uns dagegen den Kommenden eigent-lich denken? Sieht man sich nicht, selbst wider Mil-len, gezwungen, Eines von Beiden, das Essen undTrinken des Fleisches und Blutes Christi, oder dasKommen desselben, oder endlich beides zugleich un-leiblicher-, folglich geistiger weise zu fassen? Zumalwenn man sich erinnert, dass wir es mit WortenChristi zu thun haben, welche er selbst Geist undLeben genannt, in denen immer der höhere Staml-punct gesucht und festgehalten werden muss, auf dener die Seinen stets hinaufzuziehen strebte. Wie wür-dig spricht Origen es von der Sache: Panis iste,quem Deus Verbum (Aoyog) corpus suum essetatetur, verbum est nutritorium animaruin, verbum deDeo Vcrbo proccdens et panis de pane coelesti. — Ktpotus iste, quem Deus Verbum sanguinein suum