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Matthäus folgen lassen. Zwischen diesen letztge-nannten dürfte das Recht des Yortritts schon schwererauszumitteln, aber zum Glück auch für die vorliegendeUntersuchung nicht eben von grosser Wichtigkeit seyn.Wer mit dem Evangelium des Matthäus eine etwasvertrautere Bekanntschaft erworben hat, wird auf dasfür ihn zuweilen in Anspruch genommene, mit viel zugrosser Zuversicht geltend gemachte Augenzeugnissnicht ohne Einschränkung hauen, noch wichtige Fol-gerungen daraus zu ziehen wagen. Seine meisten Dar-stellungen tragen nichts weniger, als die Gestalt desSelbsterichten, der unmittelbaren Anschauung, der denEreignissen nahen, durch diese seihst unmittelbar be-dingten Ursprünglichkeit an sich. Gegentheils stellensie in diesen Hinsichten denen des Lukas und Mar-kus fast immer nach. An einigen Stellen tritt dasFernstehen des Verfassers von den erzählten Begeben-heiten, das Gepräge langer Ueberlieferungen, und eingewisser, mehr von der Eigenthümlichkeit des Verfas-sers, als aus der Natur der dargestellten Sachen her-vorgegangener Charakter ziemlich auffallend zu Tage.Sein judaistischer, mehrseitig beschränkter Standpunctist allgemein anerkannt; und wenn man ihn noch inder späten Zeit, wo er das Evangelium geschriebenhaben soll, daran fest halten sieht, so scheint es kaummöglich, dass er zu den vertrauten Lebensgenossendes Herrn gehört habe und zum Herolde des freienEvangeliums von der Welterlösung in jedem Betracht,wie die andern Apostel geeignet gewesen scy. Selbstbei der Vergleichung mit seinen nächsten Nachbarn,Lukas und Markus, die keine Apostel waren, zu-mal mit dem paulisirenden Erstem, erscheint er selten
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