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Ganz dieselben Ansichten legen sich im 111. ly a .pitcl, welches wir als ein scliönes Scitenstiick zumvorliegenden YT. Kapitel betrachten können, ungc-suclit zu Tage. Nikodemus steht in d.er Unterredungmit dem Herrn auf dem niedern Standort der lletrach-tung, und vermag von dem zeitlich - sinnlichen Ter-hältniss nicht loszukommen. Christi Rede berücksich-tigt durchweg das erhabene, geistige Gebiet des in-nern Lebens, und sucht den Blick des Fragendenmit Beseitigung des unter die Sinne Fallenden undWechselnden auf die unsichtbare Welt, auf das Got-tesreich hinüberzulenken. Ganz anders verhalte essich mit der Geburt von oben, aus dem Geist, ausGott, ( yivvaa&ui avoi&tv, — ix nvtvuarog, — i/. toidtev,) als mit dem leiblichen, natürlichen Ursprungdes Menschenlebens. Doch könne man nur durch jeneins Reich Gottes kommen, mit Gott Eins werden,nicht durch ein leiblicherweise wiederholtes Geboren-werden.
Dasselbe finden wir im IV. Kapitel in der Un-terredung Christi mit der Samaritiu am Brunnen. Le-benswasser, d. i. himmlische, göttliche Geistesnali-rung und Erquickung bietet Jesus aus dem lebendigenUrquell seines himmlischen Geistes (vöwo l,uv, —dem Weihe dar fiir das sichtbare aus dem Jacobsbruu-nen zu schöpfende Element, wovon er Gelegenheit undAnlass zu seiner Belehrung nimmt, wie sonst das Ue-bersinnliche an Sinnliches, das Verborgene an das an-schaulich Gegenwärtige anknüpfend. Dieses Wasserdes Lebens werde ein unversiegbarer, des Geistes ßc-dih’fniss auf immer stillender Brunnqucll für denjeni-gen werden, welcher es empfangen, und nimmer würde