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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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die ihnen noch niemals dargebotene Speise und denblutigen Trank ruhig hingenommen, und Christi wirk-liches Fleisch zu essen, sein ltlut zu trinken geglaubthaben? Welcher ungeheure Grad von Fühllosigkeitund Stumpfsinn müsste ihnen dann beigewohnt haben!Unglaublich! Unmöglich!

Hierzu kommt aber noch im Besondern dieses,die Apostel, als Juden, Angehende.

Bekanntlich galt zur Zeit Christi und der Aposteldem jüdischen Volke die alttestamentischc strengeVorschrift, sich vom Genuss alles und jedesBlutes, nicht etwa bloss der Menschen, sondern auchder Thiere, sogar der blutigen Fleischstücke und derin ihrem Blut erstickten oder erwürgten Thiere ohneAusnahme gänzlich zu enthalten. Nemlich imBlute suchte die älteste Zeit den Quell und Sitz desLebens. Die Bewegung dos Leibes ging vom Bluteaus und theilte sich allen Glicdmaassen mit. DieseBewegung aber galt eben für das Leben selbst. Manmusste bald bemerken, dass nach Ablassung des Blutsaus einem Körper die Bewegung völlig aufhörte, alsodas Leben daraus entwichen war. Daher die Aus-drücke Blut vergiessen= Leben nehmen odertödten; Jemandes Blut suchen, darnachtrachten oder diirsten = seinem Leben nach-stellen; Jemandes Blut von Jemand fodern;sein Bl ut komme auf dein Ilaupt, kommeauf uns, d. i. sein Leben, und wenn es gewalt-sam zerstört worden, seine Ermordung u. s. w.

In diesen Vorstellungen ist der Grund zu suchen,warum die Juden durchaus kein Blut gemessen soll-ten, selbiges vielmehr jederzeit sorgfältigst aus gc-