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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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konnte auch dessen Befriedigung nicht durch leibli-chen Genuss materieller Substanzen,welcher Art sieseyn mochten, ermöglicht werden. Denn diese sindkeine Nahrungsmittel des Geistes, lind ihr Weg durchMund, Schlund und Magen führt nicht zur unsterbli-chen Seele. Der edlere Theil des Menschen lebt nichtvom Brod oder Fleisch, sondern von dem lebendigenWorte, das durch den Mund Gottes ausgeht.

Ist dieses richtig, so folgt von selbst, dass auchFleisch und Blut Christi, als dem Irdischen zugehö-rige Elemente, leiblicherweise genossen, keine Nah-rung für den Geist hätten abgeben, ja an und für sichüberall keine andern Wirkungen im Menschen hervor-bringen können, als leibliche Speisen und leiblicherTrank überhaupt. Oder wollten wir etwa der altenmaterialistischen Vorstellung beifallen, dass durchden Genuss des Fleisches und Blutes Christi unsereigener Leib der Unvergänglichkeit fällig, der Aufer-stehung und Unsterblichkeit theilhaftig werde? Oder,vom entgegengesetzten doketischcn Standpuncteaus, behaupten, dass Christi Leib kein materieller,aus elementarischen Theilen bestehender, sondern eingeistiger Leib, Schein kör per, gewesen sey, deralso, (freilich nun auch bloss scheinbar, und nichtwirklich leibhafterweise mitgetheilt und genossen,) wohlein geistiges Nahrungsmittel abgeben könne? Auf bei-den Seiten geriethen wir in die unauflöslichsten Wi-dersprüche: beides läuft den klarsten Bestimmungender christlichen Urkunden zuwider. Als Menschkommt Christus her und stammt ah von den Väternder Juden, ist nach dem Fleisch ein Sohn Abrahams,Davids, der Maria genannt: (Rom. I, 3. tov ysvofievov