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Augen gestellt : durch möglichst gründliche Forschungdes Grundtextes säimntlicher Stellen des neuen Testa-ments, -welche vom Abendmahl handeln, den wah-ren Sinn, welchen Christus nach den uns vorliegen-den Berichten und nach Natur der Sache hei derStiftung dieses Sacraments möglicherweise habe beab-sichtigen können, und wirklich beabsichtigt habe, auf-zufinden, und deutlich, bestimmt, überzeugend darzu-legen; zugleich aber auch in dieser Darstellung, wasdem Christen eben so sehr, wie dem denkenden Men-schen überhaupt geziemt, und keiner Rechtfertigungbedarf, die ewigen liechte der gesunden Vernunft,ohne deren Zuziehung und Beistimmung weder Göttli-ches noch Menschliches uns begreiflich, annehmlich,nützlich erscheinen kann, auf alle Weise unverletztund ungekränkt zu erhalten. Nichts, was der Begrün-dung durch die heiligen Urkunden ermangelt, kannund darf in den christlichen lleligions- und Kirclien-angelegcnheiten versucht und geltend gemacht werden,noch Avird es jemals Fortgang und Gedeihen haben.Aber eben so wenig kann etwas auf Bestand und all-gemeine Anerkennung Anspruch machen, das mit kla-ren Aussprüchen des gesunden und menschlichen Den-kens im Widerspruch steht, oder den einfachen Ge-setzen des combinirenden Geistes Hohn spricht. We-der des Einen also, noch des Andern können wir ent-behren. In Vereinigung und Harmonie mit beidenkönnen wir am Gelingen unsers Bemühens nicht zwei-feln. Wir stellen uns getrosten Mutlis zu offenemKampf und Streit mit schleichenden Scctirern und inbeschränkter Einseit igkeit erstarrten Buchstaben - undFormeltheologen, unbekümmert um die wakrscheinli-