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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
Entstehung
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Läuterung des frommen Lebens, als die liebreichsteTröstung iin Leiden und im Tode, als die mächtigsteZuversicht für die Ewigkeit. Ueber alles menschlicheDenken, Forschen und Erkennen führte die Offen-barung durch Christum mit Schnelligkeit und Sicherheithinaus; aber darum durfte sie weder überverniinftignoch widernatürlich seyn.

Demnach ist und bleibt dieses die allein richtigeAnsicht: Beides, das denkende Vermögen, wel-ches wir als reinmenschlich und natürlich zu betrach-ten pflegen, und die Offenbarung, welche manals ausserordentliches Geschenk der Vorsehung erkennt,besteht, ohne wesentlich getrennt zu seyn, friedlichmit und neben einander, bestätigt, ergänzt, erläu-tert sich wechselseitig, und muss auf dem rechtenStandpuncte der Betrachtung zur vollkommenen Ein-heit verschlungen erscheinen. Keine Vernunftansichtkann sich geltend machen, welche dem klaren WorteGottes widerspräche; keine Auslegung des göttlichenff ortes, überhaupt keine Geschichtsoffenbarung, welcheder gesunden Vernunft entgegenträte. Wer Eins vonbeiden mit Verwerfung des andern allein aufrechthalten und geltend machen will, befindet sich jedenFalls im Irrthum. Die christlichen Urkunden setzenkeine Trennung, geschweige einen Widerstreit zwi-schen den gedachten Belehrungsweiscn. In ihnenerscheint das Göttliche, Geoffenbarte, auf keine Weisewidernatürlich, sondern vernünftig; und gleicherweisedas wahrhaft Vernünftige eben als das Göttliche. Alsovon beiden dürfen und sollen wir den rechten Gebrauchmachen, um weder auf der einen Seite in trostlosenNaturalismus zu verfallen, noch auf der andern Seite