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dem Verschwinden des Kernes die Bewegung desSchweifes auf: sehr selten rückte er noch allein fort.Ein einziges Mal sahen Brandes und Benzenbergeinen Schweif, welcher etwa nach Minute Dauer sichseitwärts krümmte und sich gleichsam zusammenzurol-lcn schien. Das Licht des Schweifes ist gemeiniglichblasser, als das des Kernes, zuweilen erschien es anden Seiten intensiver, als in der Mitte, und öfters wardie Mitte desselben schon dunkel, wenn beide Sei-ten noch sichtbar waren. Sehr oft erstreckt sich derSchweif nicht bis an die Sternschnuppe, sondern es istzwischen beiden ein beträchtlicher, dunkler Raum 1 ),wodurch der Schweif ganz das Ansehen verliert, alsob es blofs zurückgebliebene Theile des Kernes wären.Nicht alle Sternschnuppen erscheinen gleich anfangs inihrem gröfsten Glanze, sondern bei manchen ist einWachsthum des Lichtes deutlich wahrzunehmen; hin-gegen verschwinden die meisten plötzlich, und nur beiwenigen war eine Abnahme des Lichts zu bemerken,deren ganze Dauer, vom gröfsten Glanze bis zum Ver-schwinden, wol nie über 0",25 betrug. Die Sternschnup-pen sind nichts weniger, als selten. Brandes sah ineiner Winternacht auf einem kleinen Segmente des Him-mels binnen 4 Stunden, mehr als 400, dann aber inder ganzen übrigen Zeit nur etwa 80. Auf den übri-gen Stellen des Himmels fielen nach Brandes eige-ner Bemerkung gewifs nicht weniger. Besonders sindsie im Winter bei starkem Froste sehr häufig, aberauch im Sommer zuweilen nicht selten. Das perioden-weise Kommen der Sternschnuppen, deren Monate langso viele sind, und dann wieder Monate lang fast gar
1) Gilb. Annal. Bd. XIV. S. 52.