Druckschrift 
Ueber den Ursprung der Feuerkugeln und des Nordlichts
Entstehung
Seite
56
Einzelbild herunterladen
 

56

lieber, je weiter ihre Temperatur von der ihres Schmelz-punktes oder gar ihres Siedepunktes entfernt ist. Dieoben angeführte Analyse ergiebt, dafs die Meteorsteineaus den auf der Erdoberfläche am allgemeinsten ver-breiteten Substanzen bestehen. Nehmen wir also an,dafs unsere Erde, aufser den Sauerstoff-, Stickstoff-,Wassergas- und Kohlensäure-Atmosphären, noch miteiner fünften (oder unzähligen anderen) umgeben sei,welche aus expansiblen,, von den festen Körpern un-serer Erdrinde entwickelten Dünsten besieht (zu de-ren Bildung es nicht blofs der Gichtfänge unserer Hoh-öfen bedarf), so sind wir berechtigt, eben solche Ver-änderungen in ihr anzunehmen, wie in der Atmosphäre,welche der Wasserdunst, ein ebenfalls nicht perma-nentes Gas, bildet. Vielleicht ist die Ursache, dafssich diese Atmosphäre allen unseren, auf dem Wegeder Chemie angestelllen Nachforschungen entzieht, die,dafs die Moleküle dieser Gasarten sich mit denen derübrigen inlegrirenden Bestandteile unseres Luftkreisesrapcllircn, und daher, weil sie überdem noch vielleichtspecifisch leichter sind, die höheren und höchsten Re-gionen unserer Atmosphäre einnchmen, vielleicht aberauch, und mir scheint dies wahrscheinlicher, wegenihrer aufscrordenllich geringen Dichtigkeit. Wir habenim ersten Abschnitte angeführt, dafs in der Gegendum Rom unzählige Quellen erweislich ununterbrochenSchwefelwasserstoffgas entwickeln, und dafs die chemi-sche Analyse der in der Umgebung dieser Quellen ge-schöpften Luft keine Spur dieses Gases zeigte, wäh-rend der penetrante Geruch die Existenz desselben inder Atmosphäre sattsam nachwies. Um wie viel leich-ter können sich die von den festen Körpern unsererErdrinde entwickelten coercibliclicn Dünste unseren