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Der Stammbaum der Familie Lenz in Livland, nach einem neuen System : dazu als Pendant ein Goethe-Stammbaum nach demselben System
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sie wurde in ausführlicher Fassung ins Englische übersetzt:Account of the Sabda Kalpa Druma(im Sanskrit-Encyclopaedical-Lexicon. Calcutta by Rädhäkänta-Dava, 1835). Einige Excerptedaraus erschienen imJournal of the Russ. Asiat. Societas. (1835 Bd. II p. 188200 und 1836Bd. I p. 9092 und im Nouvel Journal asiat. XII p. 548567 Dezbr. 1833).

Die gründlichen Kenntnisse, die er damit an den Tag legte, veranlasste die PetersburgerAkademie auf den Vorschlag des Akademikers Fuchs, ihn zur weiteren Vervollkommnung seinerSanskrit-Studien 1833 nach London zu schicken. Nach einem Jahre kehrte der überaus arbeit-same Robert Lenz nach St. Petersburg zurück und überreichte dem Präsidenten der k. russ. Aka-demie der Wissenschaften seinenBericht über den Zustand der Sanskrit-Literatur in England,welche Schrift aber erst 1835 in St. Petersburg im Druck erschien, obgleich man sie für so gutbefand, dass man ihn sofort zum Adjunkten der Akademie ernannte.

Damit stand nun Robert Lenz pekuniär auf gesichterter Basis and veröffentlichte sein grosses,viel Aufsehen erregendes Werk:Urvasia fabula Calidasi. Textum sanscritum ed., interpret.lat. et notas illustrantes adj. Rob. Lenz. (Berl. 1833. XXV -f- 233 S. 4°). Dieser Arbeit schlosssich im nächsten Jahre die Fortsetzung und Begründung an, welche unter dem Titel:Apparatuscriticus ad Urvasiam fabulam Calidasi, quem, tanquam suae ejus libri editionis appendicem,Londini conscripsit (Berlin, 1834 bei Dümmler) erschien. Von ganz besonderem Wert ist über diesesLenz-Werk Fr. Rückerts Kritik im Jahrbuch für wissenschaftliche Kritik 1834. Sp. 9691006.Beide Arbeiten begründeten seinen Ruhm als Sanskrit-Forscher, den er vermehrte durch seineAnalyse du L alik-vistava-pourona, lun des principaux ouvrages sacres des Bouddhistes dede lAsie centrale, contenant la vie de leur prophete et ecrit en sanscrit. (St. P. Bulletin scienti-fique 1836 Bd. I).

Auf dieser Höhe stehend, setzte aber die unerbittliche Majestät des Todes seinen weitausgedehnten wissenschaftlichen Bestrebungen am 30. Juli (10. August) 1836 ein unerwartetes früh-zeitiges Ziel. Drei Tage vor seinem Tode erlebte er aber noch die Freude, dass der KaiserNikolai I. ihn für seine Sanskrit-Forschungen mit einem Brillant-Ringe beehren liess. Sein lite-rarischer überaus reicher Sprachschatz, ging seinem Wunsche gemäss, zur Bibliothek des Asia-tischen Museums in St. Petersburg über.

Man kann sein viel reife Früchte zu tragen versprechendes kurzes Leben nicht besser zu-sammenfassen, als vielleicht mit dem Liede, das er selbst einst 1824 dichtete und zu seinemSchwanengesang geworden ist:

Lass dies denkende,zitternd schwebende,leise Lied Dich erfreuen;das die erregten,liebebewegten,treuen Herzen Dir weihen!

Nicht den bebenden,

schnell entschwebenden

Ton der Lippen nur höre;

höhere Saiten,

hör in geweihten

Herzen, und ewige Chöre!

(Vgl. über ihn den Nekrolog im St. P. Bulletin 1836 S. 12 und Klatt in der Allg. Deut-schen Biographie Lpz. 1884 Bd. 18, S. 272 f. und P. Falck in der Allg. Encykl. der Wissen-schaften v. Ersch und Gruber. Lpz. 1886 Bd. 43. Sp. 92 f.).

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