247
Gefärbtes Papier...... 7,970,761 Yards.
Die brittischc Papierfabrieation ist in Ansehung ihres Ma-terials vom Ausland abhängig, da kaum der fünfte Theil anLumpen im Jnlade gesammelt werden kann. In Frankreich,Holland, Belgien, Spanien und Portugall ist die Lumpcn-ausfuhr verboten; dagegen liefern Deutschland und Italien derenglischen Industrie den größten Theil ihres Bedarfs an diesemArtikel, welcher vorzüglich von Bremen, Hamburg, Rostock,Ancona, Livorno, Mcssina, Palermo und Tricst dahin ausge-führt wird. Das jährliche Einfuhr-Quantum beträgt gegen 9— 10,000 Tonnen.
W'. Die Glasfabrication.
ö- 54.
Die brittischc Glasmanufactur ist ebenfalls zu den bedeu-tendsten Betriebszweigen des Landes zu zählen, indem sie nichtnur bei dem Bestehen der hohen Eingangszeile das ungemeingroße innere Bedürfniß befriedigt, sondern zugleich einen aus-gedehnten Ausfuhrhandel unterhält. Sic wurde verhälrnißmäßigerst in später Zeit nach England verpflanzt, und soll nicht vordem Jahre 1557 daselbst Wurzel gefaßt haben. Der Herzogvon Buckingham erwarb sich das Verdienst der Berufung ge-schickter Glasarbeiter nnd Glasschleifer aus Venedig (1670),wodurch die Glasfabrication schnell emporgehoben wurde. ")Sic wurde zugleich ungemein durch die bald darauf in Englandangesiedelten Hugenotten aus Frankreich befördert.
1773 bildete sich eine Gesellschaft mit 80 Acticn, jede zu500 Pfd. St. zur Errichtung einer großen Spicgelgicßcrci, welchedurch eine Parlamentsactc förmlich incorporirt und mit ei-nem ausnahmswciscn Privilegium von 21 Jahren versehenwurde. Dieses Privilegium erhielt auch später noch einige Ver-längerungen. Ihre Fabrieate wurden sehr gerühmt, jedochscheint der Gewinn nicht hicmit im Verhältnis; gestanden zu
») Anderson V.**) IZ. Georg ZU. c. ss.