Vaterlandsliebe,
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Hüngen, der in der Hcmd eine ungeheuere Peitsche von Eisen trägt,mit welcher er wie wütend ans alle losschlägt, „welche ihm etwaein Hausmittelchen anraten wider seine großen Schmerzen"; währender also auf die eigene Nation die Lange seines Spottes gießt,feiert er in den verschiedensten Variationen die Größe des französischenVolkes, das „seine schauerlich erhabene Stimmung" fühlt. Alser endlich (1831) im Lande und in der Stadt seiner Träume undSehnsucht seilten bleibenden Wohnsitz aufgeschlagen hatte, verstummtewohl sein Hymnus auf den Franzmann, nicht aber sein wüstes Ge-schimpfe über Preußen und Deutschland überhaupt, dieses „Ge-mengsel von Weißbier, Lüge und Sand". Nach wie vor steht ervoll Haß und Rachedurst im Kampfe mit Preußen, „diesem langen,frömmelnden Kamaschenheld mit dem weiten Magen und mit demgroßen Maule und mit dem Korporalstock, den er erst in Weih-wasser steckt, ehe er zuschlägt", diesem „steifen, heuchlerischen, schein-heiligen Preußen, diesem Tartuffe unter den Staaten". Sein größterKummer war und blieb es durch sein ganzes Pariser-Leben, eskönnte dereinst etwa „die potsdamische Junkersprache durch dieStraßen von Paris schnarren" und „schmutzige Teutonenstiefel denheiligen Boden des Vaterlandes" (!) beflecken, eine Befürchtung,die sich leider in den Siebziger Jahren erfüllen sollte.
Für dieses Amt eines ständigen Hetzapostels bezog Heine,der in beständigen Schulden lebte, von dem Bürgerkönig LouisPhilipp, den er zuvor auf's heftigste augegriffen, ein Jahresgehaltvon 4800 Franks; zugleich wurde hicmit des Politikers Federerkauft und dafür bezahlt, „was er nicht schrieb", nämlich gegendie französische Regierung. Heine nannte diesen Judaslohn, dener sein ganzes Leben hindurch bezog, „ein großes Almosen, welchesdas französische Volk an so viele Tausende von Fremden spendete,die sich durch ihren Eifer für die Sache der Revolution mehr oderminder glorreich kompromittiert hatten und an dem gastlichen HerdeFrankreichs eine Freistätte suchten." Auf solche Weise löste eralso sein Versprechen, als er Deutschland mit Frankreich vertauschte:seine Landsleute in der Heimat aufzuklären und die Franzosen mitDeutschland bekannt zu machen; durch ein solches Gebahren ver-wirklichte er vielmehr das 1842 niedergeschriebene Wort: „Ichwürde dem schäbigsten Tnmultuanten die Hände bieten, wo es gilt,