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Vaterlandsliebe.
den Preußen ihre infamen Tücken zu vergelten." Man fragt sichvergeblich, wodurch wohl Preußen diesen Schwall von Niedertrachtverdient habe: höchstens dadurch, daß es den getauften Juden nichtalsogleich nach seiner angeblichen Bekehrung mit offenen Armenaufgenommen und reich versorgt.
Hatte sich nun Heine an Preußen und Deutschland, „demgroßen Fürstengestüte", zeitweise genügend gerieben und heiser ge-schrieen, so griff er zur Abwechslung einzelne Persönlichkeiten mitseinen vergifteten Wurfgeschossen an. Nachdem er den preußischenHof „als eine kostbare Menagerie der originellsten Bestien" undseinen Adler als „schwarzgeflügelte Kröte", die ihm das Essen imMagen umdreht, und „häßlichen Vogel" gefeiert, den er dereinstordentlich rupfen und um seine Krallen bringen werde, zieht erdas Haus Hohenzollern, namentlich in der berüchtigten „Schloß-legende", zu tiefst in den Kot; Friedrich II. ist ihm der „witzigeKamaschengott von Sansouei", König Wilhelm IV. ein „Wechselbalg"und „Säufer, der von Krug zu Krug taumle"; König Ludwig I. vonBayern nennt er aus Zorn darüber, daß er ihm den Staatsdienstverschlossen und keine Pension ausgeworfen, einen „häßlichen Thoren",einen „angestammelten König", einen „Knnstennuch", dem er Nach-stehendes prophezeit:
.Sobald auch die Affen und KänguruhsZum Christentum sich bekehren,
Sie werden gewiß Sankt LudewigAls Schutzpatron verehren/
Als der „entschiedenste aller Revolutionäre", wie er sich 1842in einem Brief an Laube nennt, begrüßte er die Revolution von1848 überaus sympathisch; er hielt es selbstredend mit den auf-ständischen Ungarn und belegte darum die Österreicher mit demEpitheton „Ochsen", die mit Nußland „einen Bund geschlossen",wiewohl diese Mächte im Verhältnis zu Preußen, durch das er
„in das Joch von Wölfen, Sch und gemeinen Hunden
kam", immerhin noch als „anständige Bestien" zu bezeichnen wären.— Wer den Menschen nur als „Aristokrat unter den Tieren"gelten läßt, kann und darf wohl in solch vornehmen Ausdrückenvon seinesgleichen schreiben und wäre er auch nebenbei ein be-gnadeter Minnesänger. — Dies in kurzen Zügen von ihm selbst