Anhang.
Die Lorelei und Clemens Brentano.
,-jZ^aben Blumauer, Bürger, Lord Byron, W, Müller, aus dessen
Gedichten Karl Hessel die Parallelstellen zu Heine hervor-gesucht, uud Uhland mehrfachen Anteil au der Entwickelung undEigenart Heiue'scher Dichtungsart, ward sein Formgefühl durch seinenBonner Lehrer A, W, von Schlegel angeregt, ist Grabbes witzigeManier nach eigenem Gutachten ans seines Berliner ZnnstgenossenSatire übergegangen, beeinflußten ferner E, Th, A, Hoffmann undJean Paul ziemlich auffällig seine „göttliche" Prosa, so war derConvertit Clemens Brentano in gebundener Schreibweise ihm viel-fach Vorbild und Muster, Einen sogenannten „loerw clnssicws"für letztere Behauptung bietet, von anderen Belegstellen in Versund Prosa abgesehen, das berühmte Lied mit dem „Märchen ausalten Zeiten", Die Existenz eines Loreleifelsens im Rhein genügteBrentano, seinen Sang von der „Lore Lay", einer Zauberin„zu Bacharach am Rheine", zu komponieren und denselben inden 2. Band seines „Godwi" einzuflechten: Um der verführerischenSchönheit der Jungfrau zu begegnen, führt der Dichter aus, wirdsie auf ihr eigenes Befürworten hin in's Kloster gewiesen undvon zwei Rittern dahin geleitet. Zuvor besteigt sie noch einenhohen, steilen Felsen am Rheinufer, um vom Schloß ihres BuhlenAbschied zu nehmen, stürzt aber bei dieser Gelegenheit in die Fluthinab. Singt nun ein Schiffer von diesem Ereignis, so klingt esklagend wieder „vom hohen Felsenstein: Lore Lay!"
Heine knüpft vor allem an die Schlnßverse Brentano's an,indem er „die schönste Jungfrau" (als Geist?) im „Abendsonnen-schein" den vorüberziehenden Schiffern vom Loreleifelsen aus er-scheinen und mit „goldenem Geschmeide" verführerisch sich schmückenläßt. Nur dieser Gedanke, sowie die Erwähnung des „goldenenHaares und Kammes", wie endlich das knappe, scharfumrissene
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