IV
Verlustes am Personengclde bei den Fahr- und Schnell-posten für weitergehende und weiterkommende Reisendezwischen Düsseldorf und Elberfeld ein.
III. Fall. Alle Einzelnheiten bleiben wie all 2 mit Aus-nahme des Extrapostverkehrs , der sich statt um die Hälftenur um den vierten Theil vermindert.
IV. Fall. Die Voraussetzungen aä l. bleiben dieselben,die Unternehmer verlangen aber für den Transport derPostwagen das tarifmäßige Vahngeld.
uä I. würde der Verlust und resx. die zu gewährendeEntschädigung wie folgt zu stehen kommen:a. Das Personcngeld für den Localverkehr, ^
welcher ganz verloren geht, beträgt 11,233 4 —ö. Bei den durchgehenden Fahr- undSchnellposten tritt ein Verlust amPersvnengelde ein, von .... 4,276 19 9c. An Lohnfuhr-Abgabe geht verloren . 469 6 —ff. Au Extrapost-Vcrdienst-Geldern gehtverloren die Hälfte . 1,449 6 7
Abtrag 106 2 3
Erpeditivns-Gebühren 26 13 9
1,680 21 7
e. An Porto für die über 40 K schweren
nicht postzwangspflichtigen Pakete . 1,464 11 3Für Beförderung der Güter von und
nach der Eisenbahn 300
F. An Kosten für extraordinäre Posttrans-porte im Winter bei Schneetreiben undwenn etwa die Eisenbahn nicht be-fahren werden kann ..... 200
H. Davon gehen ab die Ersparnisse fürweniger zu haltende Pferde und Wagen,imglcichen die Postillvn-Trinkgelder.Auf andere Kosten der Postverwaltnnghat die Eisenbahn-Anlage keinen Ein-fluß. Die Haupt-Ersparniß wird durchdie weniger zu haltenden Pferde be-wirkt. Der Eulcul dieser Kosten beruhtauf einer, für die Eisenbahn-Unterneh-mer ganz sichern Grundlage, nämlich:dem Ltutus Pio des letzten Jahres vorAnlage der Bahn wie folgt:
Es sind z. V. zu Düsseldorf imJahr 1836 nach den vorliegendenPost-Registern effectiv angespannt wor-den 30,700 Pferde. Dazu ist ein con-tractlicher Pferdestand von 94 Stückerforderlich gewesen. Gesetzt künftigwürden nach l. nur 24,660 Pferde zur
19,600 Thaler.
Dransxort 19,600 -
Anspannung kommen, so ergiebt dieseseine Verminderung der contraktlichenZahl von 19. Stück, wofür sich diecontraktmäßigcn Unterhaltungskostenauf ...... Thlr. 4,760
belaufen. In Elberfeld sind imJahre 1836 effectiv 20,300Stück angespannt worden. Hier-zu ist ein contraktlichcr Pferde-stand von 76 Stück erforderlich.
Künftig werden nach I. nur ange-spannt 16,200 Stück, folglichergiebt sich ein Ersparnis; von 19Stück, wofür in Elberfeld Thlr. 6,700nach dem contraktmäßigcn Satzegezahlt werden.
Dazu die Ersparniß an Wa-genban- und Unterhaltungsko-sten eireu .2,000
Ferner Postillon-Trinkgelder:c. 1,300
13,760 14,000
Bleibt Verlust iu rnuder Summe 6,600
Wahrscheinlich wird es nicht möglich sein, selbst wennalle Voraussetzungen zutreffen, den Pferdestand um sovielin der Wirklichkeit zu vermindern, wie vorstehender tlaleulbesagt. Die Post würde aber dann darauf verzichten,für diesen Mehraufwand au Unterhaltungskosten von denEisenbahn-Unternehmern Entschädigung zu verlangen, undsich darauf beschränken, bei Ermittelung des durch dieEisenbahn-Beförderungen ersparten Pferde-Bedarfs dasobige Rechnungs - Prinzip zum Grunde legen.
In dem Falle all II. vermindertsich der obige Verlust auf 4,076 Thlr.— ^
denn die uü I. nachgewiesenen. . . 6,600 —vermindern sich um den dritten Theilder Personengeld-Einnahme uü b Th lr. 1,426 16 7bleibt Verlust Thlr. 4,074 13 6In dem Falle uä III. würde der Verlust etwa wiesä I. zu stehen kommen.
Der in diesem Falle zum Vortheil der Post sich nochherausstellende Betrag wird durch die für den Extrapost -Dienst mehr zu unterhaltenden Pferde etwa geradeaufgewogen.
In dem Fall n«1 IV. dagegen würde sich der Verlustnst I oder II genau um soviel erhöhen, als den Unter-nehmern an Vahngeld gezahlt werde» müßte.
Aus dieser Darstellung geht evident hervor, daßGewinn und Verlust, Leistung und Gewährung, im In-