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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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Grad welches z. B. bey einem weißes, und schwarzen Körper von einerlei) Materie derFall wäre; so folgt, daß in ersierem Körper die Umstimmung des Typus zur Wärmeactionschwerer vor sich gehe, als im letztem Körper. Dieser Schluß ist mit jener Erscheinungsehr conseguent, daß lichte Farben weniger erwärmt werden, als dunkle; bey erstem gehtdie Umstimmung des Typus zur Wärmeaction schwerer vor sich, als bey letztern, daherist auch bey erstem der Streit heftiger als bey letztern, d. h. die Erscheinung der Beleuch-tung ist bey erstem kräftiger als bey letztem.

§. 250. Werden im szosotrum solar« ähnliche Thermometer den einzelnen Farben-bildern ausgesetzt, so findet man, daß durch diese verschiedenen Farbcnbilder verschiedeneWirkungen hervorgebracht werden. Die größte Hitze erregt das rothe Farbenbild, diekleinste, das violette. In einem Räume, der über dem rochen Farbenbilde hinausliegt,und wo kein sichtbares Licht wahrgenommen wird, ist die Temperatur am größten. Diesewichtige Entdeckung wurde von Hersehet gemacht. Nach seiner Schätzung verhält sichdas Vermögen der Erwärmung des rothen Farbcnbildes zu dem des grünen, wie 55 zu26, und zu dem des violetten, wie 55 zu 16. Ein Thermometer im rothen Farbenbildezeigte in io Minuten eine Zunahme der Temperatur von 7° Fahrenheit; über dem rothenFarbenbilde hinaus, in gleicher Zeit, eine Zunahme der Temperatur von 9° Fahrenheit.Dieser Versuch HerschelS ist aber auch nicht von allen Seiten her bestätigt.

H. 251. Wärme und Licht sind bey der Ausübung der animalischen und vegetativenFunction sehr thärig, jedoch nicht auf dieselbe Weise. Die Wärme wirkt auf den Vcr-längerungstrieb der Pflanze, ohne den tonus zu vermehren. In heißen Gewächshäusernschießen die Pflanzen lange Schossen, aber diese sind sehr schwach, ohne Farbe und Ge-ruch, so lange ihnen Licht mangelt. Kälte schadet der Pflanze, nicht weil ihre Flüssigkei-ten frieren, sondern weil sie auf deren Lebcnsthatigkeit wirkt. Viele Pflanzen erfrieren,wenn das Thermometer noch einige Grade über dem Gefrierpunkt ist; vorzüglich schadethier jede plötzliche Aenderung der Reize").

Die Mannigfaltigkeit, Zahl, Größe und Vollkommenheit der Entwicklung in alleneinzelnen Theilen, der lebenden Individuen, nehmen zu, bey zunehmendem Wärmegrade.Jedoch befördert Wärme und mäßiges Licht vorzüglich die animalische, hingegen starkesLicht vorzüglich die vegetabilische Entwicklung, und am allermeisten die Entwicklung derDycotyledonen; indem die Monocotyledonen sich mehr der animalischen Natur nähern^").

Sollen wir, im Geiste der Naturphilosophie, die Idee aussprechen, welche durch dieseletzte Erscheinung gleichsam verkörpert dargestellt wird, so dürfen wir sagen: Wärme be-

») Link Physiologie und Anatomie der Pflanzen.**) Treviranus Biologie.....