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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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in jedem Standpunkte unserer Erde bekanntermaßen aus der Länge des Secundcnpendelsbestimmt.

§. i22. Die magnetische Kraft nimmt bcy zunehmender Breite ab. So macheeine Magnetnadel zu Berlin 60 Schwingungen in 316,5 Secunden, hingegen zu Romin 281,6 Secunden "). Hingegen laßt sich an der magnetischen Kraft keine merklicheVeränderung wahrnehmen, wenn man sich über dem Meeresniveau sehr beträchtlich erhebt;wie dicß die Versuche von Biot, Gay-Lussac und Humbold beweisen

§. 123. Der Druck der Atmosphäre erleidet regelmäßige Veränderungen zwischenden Wendekreisen, indem daselbst der Barometer regelmäßigen Oscillationen unterliegt,welche blos vom Stande der Sonne abzuhängen scheinen. Schon Humbold und Bon-pland hatten dieß bemerkt, und neuerdings hat es Krusenstern besiättigt.

H. 124. Zu den Erscheinungen des Mechanismus an unserm Planeten, rücksichtlichdes Anorganischen, gehören auch die manchcrlcy Meeresströmungen, die mancherlei) regel-mäßigen Winde, die sogenannten Passatwinde, vielleicht die Wirkung einer Art von Ebbeund Fluth in der Atmosphäre. Allein ich vermag nicht bestimmte Gesetze hierüber an-zugeben.

Das wichtigste Gesetz, das uns rücksichtlich der Ebbe und Fluth bekannt ist, beziehtsich darauf,, daß die Springfluthcn um die Syzygien, hingegen die codtcn Fluchen umdie Quadraturen fallen, woraus sich die Anziehung des Mondes auf den Ocean bewährt,welches abermals Newtons Gesetz der allgemeinen Gravitation bestätigt.

Die vorzüglichsten Richtungen der Meeresströmungen sind folgende: Die allgemeine,Ost nach West, Von den Polen nach dem Acquator. Ströme im Meer. Golf-strom bis Mexico, von S. W. nach N. O. Andere veränderliche Ströme, von S.nach N. zwischen den westindischen Inseln. Reissender Strom vom Vorgebirge derguten Hoffnung bis zum Meerbusen Fernando Po, von W. nach O. Ein anderer vomCap nach Süd. Ein Strom von Ceylon vom März bis Oktober nach Süd, dannumgekehrt. Zwischen Malacca und Cochin vom April bis Ende August ein Stromnach Ost, dann mir großer Heftigkeit umgekehrt. Beständiger Strom von Süd nachNord, an der Westküste von Amerika. Strom von Peru nach N., vom Feucrlandnach O. Im Mitcelmcer ein starker Strom von O. nach West., (Strom von Gibral-tar). Ströme der Nordsee stark, aber von Winden abhängend. Ströme der Ostseemeist von N. O. nach S. W. sind sehr stark, scheinen vom Einströmen der Flüsse ent-

5) Memoire« Ne la societs ll'^rcueil.

Vv)'aZe <1' ^iexanclre klumdolU 1807.