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sie umgränzte und von der unsrigen schied. Auf gleicheWeise hat der Dichter Tasso's Sclbstguaal, EugenicnsSchmerz, Egmont's männlich schöne Schwärmerei) sich unduns angeeignet; dem Glücklichen ist verliehen, Gedankenund Empfindungen, Worte und Thatcn, wie sie das Ei-genthum bestimmter Verhältnisse, die Ergebnisse selbststän-diger Individualitäten sind, in ihrer Urbildung und Grund-bedeutung aufzufassen, und beides dem vielfach bedingtenAnschauungsvermögen seiner Mitwelt so zu vcrgegcnwär-tigen, daß Leben in Leben übersetzt worden zu seyn scheint.
Göthe's Werke gehören dem tcutschen Volke an;nicht blos vermittelst der Sprache, deren reiche Herrlich-keit und milde Bildsamkeit dadurch urkundlich erwiesenwird, daß in ihr sich treu und bedeutsam geben, wählerischabbilden läßt, was ein solcher Geist empfunden uvd gedachthat; Gesinnung und Gefühl sind tcutsch und teutsch gestal-tet sich, was sie ergreifet und beweget, sey es aus Grie-chenland oder aus Frankreich, in Italien oder am Rheine.Sinnvolle Betrachtung des Erhabenen in teutscher Baukunst(177Z) begeisterte den Jüngling; mit heiterem Wohlgefal-len hing er an der Treuherzigkeit und Tüchtigkeit des mann-haften Götz von Berlichingcn (177?); und verjüngt wur-den von ihm (1774) die Schwanke und Fastnachtsspiele,welche das Freudelebett der glücklichsten Bürgerzeit inTeutschland bezeichnen. In männlicher Reife huldigte erder vaterländischen Trcflichkeit des. Vielen schon fremdgewordenen Reineke Fuchs (1794) und stellte in Hermannund Dorothea (1797) das reizende Gemälde teutscher Bür-gertugend, biederer Häuslichkeit und frommer Liebe, mitunübertrefflicher Wahrheit auf. Weltbürgerlichkeit, gemil-dert durch hohen Vaterlandsstun, beschaulicher Ticsblick indas menschliche Herz und freycs Umherschauen in Natur