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Acht und zwanzigste Vorlesung
„Die teutsche Bühne. — Prosaisten. Sturz; Engel; G. For-ster; I. Müller. — Geschichte. — Satyre — Romane. —Belehrung. — Kritik und Theorie des Schonen. — TeutschsSprache."
die teutsche Nationallitteratur lediglich nach demZustande unserer Bühne gewürdigt werden, so tritt ihreschwache Seite überwiegend hervor und die Frage: ob dieUrsachen dieser Unvollkommenheit mehr im Publikum oderin denen, welche für dasselbe arbeiten, zu suchen sind?dürfte dem unbefangenen Beobachter bald, wo nicht über-flüssig, doch keinesweges räthselhast erscheinen. Wer möchteihn des Jrrthums zeihen, wenn er in dem Publikumallzu ungleiche Vorbereitung und Empfänglichkeit wahr-nimmt und daraus erkläret, daß dramatische Dichter, un-sicher durch die auf sie einwirkende gesellschaftliche Umge-bung, oft von Nebcnrücksichten bestimmt, oft verlegen umStoff oder gleichgültig in der Wahl desselben, oft einemfremdartigen Eindrucke, oft dem eng begränztcn scheinba-ren Bedürfnisse des Augenblickes nachgebend, einem nichthell erkannten, von wenigen dunkel geahndeten Ziele nach-streben und die höhere Wirksamkeit der Kunst aus demAuge verlieren? Die Hauptaufgabe über die unerläßlicheNothwendigkeit und über die wesentliche Grundbedingungdes Volkstümlichen in der redenden Kunst muß selbst fürdie, welche die Auflösung derselben selbstsüchtig umgehen,wenn nicht für entbehrlich oder wohl gar für revolutionärerklären möchten, anschauliche Bedeutung und einen in die