und Welt, männlicher Ernst und jugendliche Fröhlichkeit,gutmüthigc Nachgiebigkeit für gesellschaftliche Wünsche,selbst wenn sie Schwächen andeuten, und unwandelbaresVerfolgen eines Zieles, nie erkaltende Kuustliebe, steigen-des wissenschaftliches Streben, der wundersamste Vereinaller Eigenthümlichkeiten, welche unserem Volke nachge-rühmt, auch wohl zum Vorwurfe gemacht werden, erhebetihn zum musterhaften Inbegriffe des tcutschen Lebens inWissenschaft und Kunst.
Und dieser Günstling der Zeit, die ihn zum Erbenihres Geistes eingesetzt hat, dieser Liebling des Volkes, erist doch so ganz er selbst, als wären für ihn weder Zeitnoch Volk vorhanden, denen er angehören könnte. Für sichringet er um Werden und Sehn; er scheint allein zu leben,während so großes und mannigfaltiges Leben in das sci-nige aufgenommen und durch dieses offenbaret worden ist.Nur was in ihm geschah, ein unaussprechliches Gchcimnißseines Gcmüthcs, konnte ihn bestimmen, die Lösung derschwierigsten Aufgaben des menschlichen gesellschaftlichenDascyns zu erstreben und freudelosen Betrachtungen darü-ber sich zu überlassen; mit Heldcumnth ist er diesen Gefah-ren entgegen getreten, glorreich hat er den Kampf mitihnen bestanden, gefunden hat er einen sicheren Hafen, inden er sich aus dem stürmischen Meere wilder Zweifel ret-ten konnte. Wer die entscheidendsten Richtungen seinerAnficht von Welt und Menschheit, die fruchtbarsten Bestre-bungen feines Geistes, das sie umhüllende Dunkel zu er-leuchten, aufsuchen will, findet sie leicht. Das schauder-haft ahndende Gefühl von der Zerstörung des Göttlichenim Menschen durch leidenschaftliche Wißbegierde und Sehn-sucht nach dem Höheren, wenn sie von sittlicher Liebe undGlaitbenödemuth nicht ermäßigt werden, gestaltet sich in?