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2 (1819)
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76
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Zwanzigste Vorlesung.

Zweyte Schlesische Dichteeschule. H offmannswaldau undHohenstein. Iieglcr. Weise. Veränderungen im wissenschaftlichen Zustande Teutschlands. Thoinasius.Canitz. Wer Nike. Günther. Prosa."

icht lange nach Opitz's Tode ward seine und seinertreuesten Schüler schmucklose Einfachheit verlassen; derPcgnitzschäfcr süßliche Worttändeley und eitle Putzlust undder Zestaner Trachten nach selbstständiger Neuheit, diegcmüthlose und schwachsinnige Ausländerey jener und dietrotzige Einländerey dieser mußten gleich weit davon ab,führen; auch machten Gedankenarmuth und leere Wort-krämerey des vorlauten Reimcrtrosscs den besseren Kopfanekeln; und selbst in der bald häufigen Bearbeitung des,für augenblicklichen sinnlichen Eindruck berechneten Sing-spieles lag eine nicht unwirksame Verführung zur Untreuean schlichter Schmucklosigkeit, welche in Opitzischen Werkenoft allzu wenig dichterisch vorherrschte. Es wurde dahervon Männern, welche cigentbümlicher Kraft und einesfreyercn und höheren Dichterberufes sich bewußt zu seynglaubten, ein von der Schaar nachbetender Alltagsreimernicht betretener Weg gesucht. Bep den unbestimmten An-sichten vom Wesen der Dichtkunst mußte sich das eigeneGefühl dem Studium neuer, geräuschvoll gepriesener unddurch vornehmes Herkommen hochgestellter Muster unter-ordnen lassen; es begann ein blendendes Spiel mit üppi-ger Künsteley; und besonders wurden einige als geistreich