Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
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mehre male (Franks. 2761; Basel ,789. 5TH.; TübingenrLoafll. 10 Th.), zulezt vollständig und nach sorgfältigerUebcrarbeitung von ihm gesammelt worden. Im achtLcssing'schen Style bearbeitete Georg Schatz aus Gothasgcb. »760; st. d. Z März 1795^ mit künstlerischer Selbst-ständigkeit die äsopische Fabel; die Erfindung ist sinnreich,die Darstellung einfach und in kräftigen Hauptzügen zusam-mengedrängt, der Ausdruck körnig, gedankenschwer, strengrichtig und doch ohne störende Abglättung und Künstcley;überall vcrschmilzct reine Achtung für sittliche Wahrheit undGerechtigkeit mit einer so reizenden, sinnvollen Ironie, wiesie nur glücklichen Naturanlagen in Wechselwirkung mitreifer Geistesbildung verdankt, nie durch Studien alleinerworben werden kann. Diese Fabeln sind mit Gedichten,von welchen mehre Erzählungen, Episteln und Epigrammesich an die besseren unserer Litteratur anreihen, unter derAufschriftBlumen auf dem Altare der Grazien" (1786)gesammelt worden. AlS geistreicher, hellsehender, viel-belesener Kunstrichter hat Schatz aufBildung und Geschmackbedeutenden Einfluß gehabt; seine Urtheile sind scharf undtief eindringend, unbestechlich wahr, vielseitig lehrreich undeigenes Nachdenken anregend. Viele trefliche ästhetisch-litte-rärische Aufsätze sind in denNachträgen zu Sulzer's Theo-rie" abgedruckt; auch seine Uebersctzungen haben großenWerth und sind oft mit eigenen wackeren Zugaben bereichert.

Für das Lehrgedicht hatte Wieland viel geleistet;alle Reize dichterischer Anmuth waren ihm zu Theil gewor-den ; Lavater suchte der fein lüsternen Sinnlichkeit durchreligiös- epische Stimmung des Gemütys entgegen zu arbei-ten. Den richtigeren Ton der poetischen Epistel hattenEbert, J.G.Jacodi, I. B. Michaelis angegeben.F. W. Gotter wußte ernsten Wahrheiten der Lebensweis-