Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
253
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haben milde Ueppigkeir und rein aufgefaßte, miteigenthüm-lichcr plastischer Kunst verschönte Natürlichkeit. In denRomanzen und Balladen (>776) herrschen Malereh, rascheEntwickclung und glückliche Kühnheit des Tones. Unterden Liedern gelten viele als volkstümlich vortrcflich, vieleüberraschen durch hochdichtcrische Neuheit, zauberische An-spruchlostgkcit und eindringliche Innigkeit. Der Dichterselbst hat seineWerke" (Heidelberg a8l>. ZB.) gesam-melt. Boß Idyllen sind Meisterstücke. Ludwig The 0-bul Kosegartcn sgcb. 1768; st.d. 26 Oct. 18-8^ strebetin der epischen Idylle dem Bossischen Vorbilde nach, abermit ungleicher Kraft; in idyllischen Legenden hat er sichnicht ohne Glück versucht und mehre lyrische Arbeiten ent-halten gelungene Züge und Stillen. Seine Gedichte sind(s. 1789) mehremale gesammelt worden. Die B lum'schenIdyllen sind Klcistisch, die Bronner'schcn Geßnerisch.Für die dichterische Erzählung stellten v. Thümmel undWieland Muster auf; der leztcre hat mehre nicht unglück-liche Nachfolger gefunden- Um die Bearbeitung derFabel erwarben sich Willa m ov und I. B. MichaelisVerdienst; eine sehr gefällige Gestalt gewann sie durchGottlieb Conrad Pfeffel aus Colmar sgeb. '7^6;st. der ihr eine epigrammatische, kräftig anspre-

chende lehrreiche Wendung zu geben wußte; der Stoff istgut erfunden und die Handlung hat naturgemäße Leben-digkeit; Darstellung, Sprache und Versbau sind anmuthizleicht und zeugen von feinsinniger Kunstfertigkeit. Durchgleiche Vorzüge empfehlen sich die meisten seiner Epistel»,Romanzen und Lieder, welchen oft französische Vorbilderzu Grunde liegen; eigenthümlich freye und zarte Behand-lung des leitenden Gedankens oder Bildes verleihet ihnenganz heimathliche Gestalt. Seinepoetische Versuche" sind