immer mehre daran Theil nehmen zu lassen, was ihnenfreudiges und kräftiges Dascpn bereitet und das einzigdenkbare Fortschreiten des gesellschaftlichen Zustandcs zudem nie in völliger Allgemeinheit erreichbaren Ziele verbür-get. Ehre und Dank den Biedermännern, die das edelstevaterländische Menschlichkeitögefühl geachtet nur, was das-selbe gebietet, zum laut gewordenen Verdrusse anmaßenderVornchmthuercy und hochfahrender Selbstsucht, erstrebthaben! Wenn die Mitwelt zum Theil stumpf und störrigist, so werden Enkel und Urenkel aus freudiger Erfahrungwissen, wofür dankbar zu sepn sie verpflichtet sind.
Wie in ihrer Mannigfaltigkeit, so behauptet sich dietcutsche Litteratur in ihrer Unabhängigkeit von Mächtigen,Reichen und Großen. Fast alle, die sie bereichern, thnnes aus eigener Bewegung und sclbsiständiger Lust. KeinHof- und Hauptstadt-Ton kann vorherrschende Gültigkeiterlangen. Was gut und kraftig ist, dringet aus der Ver-borgenheit zur Deffentlichkcit durch und findet, was ihmgebühret, Liebe und Achtung. Die Kunstthätigkeit zeigetsich überraschend groß; zu ihrer Belebung dienen schrift-stellerische Anstalten , worin neue Bcvträge zur National-litteratur, auch Erstlingversuche, gesammelt und verbrei-tet werden; die mehresten dieser Sammlungen sind voneiner Güte, welche späterhin bey ähnlichen Unternehmun-gen sehr selten wieder erreicht worden ist. DichterischeThatigkeit hatte in Musen-Almauachen frepeu Spielraum ;das einzelne Kunstwerk, wie es zur Ausstellung geeignetwar, das Spiel des Augenblickes fand darin seine Stelle;der Neuling wurde eingeführt und konnte sich einen Leser-kreis gewinnen. Nehmen wir Christian HeinrichSchmidt lgeb. 1746; st. röor^, von Voß der Alles aus-grasende Giesener genannt, aus, welcher den Leipziger