sittlich reinen Adel des Gefühls und der Weltbctrachtung,im Zartsinne für das Edelste der Menschheit, in cigenthüm-licher Bedeutsamkeit des Ausdrucks, in künstlerischer Man-nigfaltigkeit und sorgsamer Bestimmtheit des Versbaues-Ihre lyrische „Gedichte" (Leipz. 1779) sind von 5). Ch^Voie herausgegeben worden und es wird uns zu einervollständigeren Sammlung derselben jezt Hof unggemacht.Die des älteren Bruders, von denen viele sich in den enge-ren Schranken der Nachbildung alterthümlicher Musterhalten, sind an milder Ruhe und liebevoller frommer Be-scheidenheit des häuslichen Sinnes, die des fingeren anfeuriger Kraft und Hoheit, an kühn verwaltetem Reichthumder Gedanken und Bilder erkennbar; er ist entschiedenglücklich in Balladen; der Ruhm, einer unserer besten Dich-ter in dieser Dichtart zu seyn, ist ihm durch Christiau's„weiße Frau" (iLrst) nicht streitig gemacht worden; die-sem ist er auch in der Naturmalerey überlegen und naivleichte sinnvolle Volkslieder sind ihm allein gelungen.In seinen „Jamben" sL. 1784) spricht feierlicher Unmuthüber die mit scharf eindringendem Blicke aufgefaßren Ge-brechen der Zeit streng sittlich warnende Strafworte aus.Beide Brüder haben in „Schauspielen mit Chören" (L. - 786)den episch erzählenden Styl in die dramatische Darstellungeinzuführen versucht; in vielen Choren ergießet sich einedler, erfindungreicher, antik-lyrischer Geist. Als Ueber-setzer der Alten haben sie einen rühmlichen Wetteifer bestan-den; Christian selbst, so ansprechend er 0fr das Gesammt-bild einer Urschrift in seinen wesentlichen Grundzügen zuversinNlichen weis, wird seinem Bruder den Siegerkranznicht versagen mögen; die Uebersetzung der „Jliade" (1778;3te A. 179?) und der „vier Tragödien des Aeschylos"fHamb. rkZos) haben mehr durch geistig pyetische als wört-
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