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sucht, nur von denen, die des Heiligthums im Innerendes Menschen unkundig sind, verdächtig gemacht werden.Mit der rastlosesten Thätigkeit, im Umgange, in Briefen,in Predigten, durch Schriften, arbeitete er der überall zuTage brechenden Gleichgültigkeit gegen das Höchste undEdelste, dem in allen Gestalten sich vordrängenden Unglau-ben entgegen und gewann viele tausend Herzen für das,was allein Kraft, Muth und Freude giebt. Können auchwenige seiner zahlreichen Anhänger, Verehrer und Freundein der Art Eines Sinnes mit ihm erachtet werden, wie seinAmtsgenosse und Vertrauter, Johann Conrad Pfen-ninger fgeb. 1747; st. d. 11 Sept. ,792k mit einem demseinigen verbrüderten liebevoll glaubigen Herzen es war;so bildeten sie doch, bep vielfachen Abweichungen und Be-schränkungen in Einzelnem der Ueberzeugung und Ansicht,und noch mehr in Aeußerungen derselben, in allen Gegen-den Teutschlands, unter allen Ständen und Verhältnissen,eine starke Vormauer gegen das, was der allein tüchrigcnGeistes-EntwiÄelung des teutschen Volkes, seinen heilig-sten Hofnungen und unvergänglichen Freuden Verwüstungund Untergang drohetc. Die Schule, deren Haupt Lav a-ter war, ob er gleich keine stiften wollte, ist die ausge-breitetestc und einflußreichste der neueren Zeit; und esmag darüber die Schilderung in der „Revision der Litte-ratur" (1804 St. 81 fll.) nachgelesen werden, welche eingut unterrichteter Mann von den Mitgliedern derselbenentworfen hat.
Alle Werke Lavater's bezeugen seinen rein from-men, menschlich edelu Sinn, Kraft und Reichthum derEinbildungskraft, Tiefe und Innigkeit der Betrachtung;alle sind weniger Kunstarbeiten, als Gefühlsergießungenlebendigen Glaubens; die bedeutsamsten und folgenreich-
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