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ligsprechung in seinem Anspruch auf reifende Tüchtigkeitnicht gefährdeten Litteraturweseus. Von Wieland'sZeitgenossen war die überwiegende Mehrheit voll Liebe undBewunderung für seine Werke; nur Wenige waren nichtohne Auge für die Schwächen und Blößen, die der Unbe-fangene bemerken mußte, und verlachten die Abgötterei),welche vornehmer Pöbel mit seinem Lieblinge trieb. Einigearbeiteten dem, was das Zeitalter und mit ihm Wiclandwollte und zu erreichen schien, folgerecht und mit kräftigerUeberzeugnng und Besonnenheit entgegen, ohne sich deräusseren Eitelkeit, als seine Gegner mit ihm genannt zuwerden, und ohne sich der Gehässigkeit, seinen Ruhm zuverketzern, schuldig zu machen. Ihr Streben ist nicht nn-belohnt geblieben.
So war die Hauptsnmme der menschlichen und schrift-stellerischen Wirksamkeit des viel verkannten und verun-glimpften La vater ein ehrwürdiger Kampf, nicht gegenWieland, sondern gegen die lockende, das Gemüth demEdleren entfremdende Verführung Epikurischer Sinnlichkeitund vcrnunftmäßigcr Aeusserlichkeit, welche sich als eigen-thümlichster Zug des Zeitalters kund that und von Wie-land in vielen seiner Schriften ausgelegt und gerechtfer-tigt wurde. Johann Caspar Lavater aus Zürichlgeb. 1741; st, d. 2 Jan. 1801), Prediger in seiner Vater-stadt ff. 2769^, war in seinem, Leben und Streben all-mächtig beherrschenden, innersten Wesen ergriffen von hei-liger Gotteslieb: und von frommer Achtung für die höhereBestimmung der Menschheit, unerschütterlich fest in Allem,was unbedingter Offenbarungsglaube ihm als Wahrheitund als Richtschnur des Denkens und Forschens erscheinenließ, unbestechlich gerecht, streng gegen sich selbst, wie das„geheime Tagebuch von einem Beobachter seiner selbst,.