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für den dargestellten Gegenstand, oft Reichthum an Wen«düngen, welche die Mehrheit überraschend und treffendfinden muß. Des gut gehaltenen Gcsprächtoues ist er mach-tig, wie „Diogenes" (r??»), die „neuen Göttergcspräche"(1791) und die „Gespräche unter vier Augen" (.799), vollgesunder Laune, Heller Blicke und heiter freper Betrachtung,darthun. Unter seinen Romanen sind „Agathon" (>766;1776), ein Scelcugemälde in griechisch - Crcbillouscher Ma-nier, und die„Abdcriten" (1776), durch spöttische Lustigkeitund witzigen Ernst, die gelungensten; die übrigen sind um-schreibende Schilderungen von Zustanden, Empfindungen undBetrachtungen. Seine Beobachtungen über das menschlicheHerz sind darin niedergelegt und mit rhetorischer Faßlich-keit entwickelt; auch der beste dieser Romane ist nicht frcyvon Geschwätzigkeit und ermüdender Ausführlichkeit inBelehrung und Zurechtweisung. Wir haben eine Ausgabeder „sammtlichen Werke^ (Leipzig b. Göschen 1797^. Z?B.u. Supplemente 6B. 4- u. st.) von der lezten Hand des Ver-fassers; eine neue vollständigere Ausgabe, welche auch dieÜbersetzungen einschließet, wird jezt erscheinen.
Daß in unseren Tagen Viele gegen Wieland'sWerke kälter geworden sind, daß Mehre, von deren voll-gültiger Berechtigung zum Kunsturtheile nach gerade auchMistrauische, wenn sie ihr Vorurtheil nicht hartnäckig lie-ben und fest halten, sich haben überzeugen können, das,was Wieland's Eigenthümlichkcic und Verdienst heißendarf, strenger gewürdigt haben, ist wohl nur sittlicherKurzsichtigkeit und ästhetischer Engherzigkeit ein Stein desAnstoßes, ein unerfreuliches Zeichen unbändiger und über,müthiger Kritik oder jugendlichen Trotzes des Zeitgeistesgewesen; so brachte es mit sich der Gang unseres. Gottlobdurch Klage und Einrede gegen ehemalige litterärische Hei-