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Vaterstadt 1,760 flls schritt er in der Entwickeluug seinerKunftbildung rasch und entscheidend fort. Durch Ueber-setznng des Shakespear (Zürich 1762. LB.), welchenachher Eschenburg überarbeitet und vermehrt hat (Z.'776; '798. a3B>), erwarb er sich um Befruchtung desvaterländischen Geschmacks ein namhaftes Verdienst, somängelvoll auch die Ausführung eines höchst schwierigenUnternehmens war. Für seine dichterische Thätigkeit fander nun den eigenthümlichcn Wirkungskreis. Der Versuchin „komischen Erzählungen" (1765) konnte ihn und dieLcftwclt über seinen Beruf verständigen; „Agathon "(>766;umgearb. >778.), ein psychologisch- didaktischer Roman,hatte warm lebendig aufgefrischte griechische Farbe; dasbescheiden üppige Meisterstück „Musarion" (1768) sicherteihm die erste Stelle unter den geistreichsten Lchrdichtcrn undin „Jdris und Zenide" (1768) kündigte sich seine Meister-schaft in der nachher mit unerschöpflicher Mannigfaltigkeitund mit bcncidenswerthem Glück von ihm viel bearbeitetenromantischen Erzählung an. Er bekleidete nun ^,769^.)einige Jahre die Lehrstelle der schönen Wissenschaften aufder Hochschule in Erfurt, für Verbreitung freyer weltbür-gcrlicher Gesinnungen ungemein thätig und seinem genuß-lustigcn Leserkreise manche willkommene Gabe spendend,bis ihn 1^772) die Herzogin Anna Amalia, gebornePrinzessin von Brannschwcig sgeb. 2709; st. ,8o5f>, diePflegerin des Schönen, auf Dalbcrg'S Empfehlung, alsLehrer ihrer Prinzen nach Weimar berief. Hier, im teut-schcn Athen, wo er bald 11776) sorgenfrei) ihm selbst, derWissenschaft und Kunst und einem schönen Kreise der gebil-detesten Menschen angehörte, that sich seine schriftstellerischeErgiebigkeit in reichster Fülle auf. Ihm gelang ein Unter-nehmen von folgenreicher Bedeutung: der lange, zulezt