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2 (1819)
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Ossian und den spanischen Cid bey uns ein; so verpflanzteer die herrlichsten Blumen der üppig reichen GriechischenKunstwclt auf teutschen Boden, übertrug manch römischesGedicht und ließ durch seine „Terpsichore" (>795) dem ly-rischen Verdienste JacobBalde's sein Rechtangedcihcn;so erneute er das Andenken an viele altteutsche Dichtwerke,an Ulrich von Hutten, an I. Val. A n d r e ä; so sam-melte er (>778) die Stimmen der Völker in Liedern ausallen Zeitaltern und Weltgegenden. Diese eigcnthümlicheRichtung des Her der'schert Geistes und Gefühles sprichtsich auch in den bald durch sinnvolle Einfachheit bald durchbedeutsamen Bilderreichthum ausgezeichneten Kunstschöpfun-gen seiner Phantasie aus, besonders in den Allegorien,Paramythicn und Legenden. Solche mannigfaltige Gabenreichten seine, vieles Bessere anregende vermischte Samm-lungen, die „zerstreuten Blätter" (173Z fll. 6 Th.), die„Briefe zur Beförderung der Humanität" (>79? fll. 10 Th.)und die „Adrastca" (1801 fll. 6 Th.) der Mitwelt dar;und in dieser Denkart und Stimmung blieb sich Herderauch als Thcolog und selbst, was kcincswegcs die glän-zende Seite seiner schriftstellerischen Thatigkeit ist, alsBestreite? der kritischen Philosophie gleich. Seine „sämmt-liche Werke" (Tübingen 1806 fll. 36 B. L.) sind vonHeyne, I. G. und I. Müller herausgegeben worden;wegen Veränderungen, welche die früheren Schriften er-fahren haben, sind die älteren Abdrücke nicht überflüssig.

Einen dem Herd er'scheu verwandten kritischen Geistfinden wir in Heinrich Wilhelm von Gerstenbcrgaus Tondern sgeb. >757!, so weit sich übrigens auch beideMänner in vielen ihrer Kunstansichteu und in der Richtungihres Seibstdenkeus von einander entfernen und so sehr siein ihrer Wirksamkeit für den teutschen Geschmack vcrschie-

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