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schcn Selbstgefühl und Rechtsanspruch auf Höheres gicbt,anerkannt und sittlich beachtet werde. Diese Grundansichtund das Bestreben, dieselbe geltend zu machen, zu erklären,zu rechtfertigen und sicher zu stellen, walten in Her dcr'sphilosophischen Untersuchungen vor, wie m seinen geschicht-lichen Betrachtungen und Folgerungen, und in seinen Kunst-anschauungen. Von diesem Gcsichtspuncte ging er ausKey seinen Forschungen und Erörterungen über denUrsprung der Sprache, über die Ursachen des gesunkenenGeschmaekes bey den verschiedenen Völkern, unter welchener geblüher hat, über den wechselseitigen Einfluß der Re-gierung auf die Wissenschaften und dieser auf die Regie-rung, über die Wirkungen der Dichtkunst auf Sitten undhöhere Wissenschaften, und über die Plastik. Darauf be-zogen sich seine Auslegungen der Kunsttrümmer der Vor-welt und so versuchte er in der „Philosophie der Geschichteder Menschheit" (2774) und in den „Ideen zu einer Ge-schichte der Menschheit" (>784 fll.) die fromm erhebende Ahn-dung einer allumfassenden Erziehung des Menschengeschlech-tes zum Höheren auszusprechen. Dieselbe Historisirende Re-flexion und eine überall gleich zarte und gerechte offene Em-pfänglichkeit für das Hohe, Schöne, Kindlich-Einfache,wo es sich auch finden mochte, leiteten sein Bestreben, denGeist der Dichtwerke des Morgenlandes, der Griechen undRömer, des Mittelalters und der neueren Zeit darzustel-len und der vaterländischen Litteratur anzueignen. DaSbeurkunden das classische Werk „vom Geiste der hebräischenPoesie" (»782), die „älteste Urkunde des Menschenge-schlechts" (»774), die „Lieder der Liebe, die schönsten desMorgenlandes" (>778^ u. m. a.; so befreundete er seineZeitgenosse» mit dem Perser Sadi, mit der indischen Sa-kontala und mit sinesischer Spruchweisheit; so führte er