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sinnig strengen Kunstrichtcrs; in Leipzig, wo sein Regi-ment bey dem Anfange des siebenjährigen Krieges (1766(1als Besatzung lag, schloß er sich an Lessing und Weissean. Schon dieser Umgang läßt das Eigenthümliche inKl eist's dichterischem Geiste und Kunststreben ahnden undberechtigt zu günstigen Erwartungen von dem, was er ge-leistet hat; auch täuschen diese nicht. Allen seinen Werkenist das Gepräge tüchtiger Gesinnung, freundlichen Ernstes,wahren Gefühles und gesunder Lebensansicht aufgedrückt;dichterischer Sprachgebrauch und prosodisches Herkommenhaben an Lauterkeit, Bestimmtheit und Reichhaltigkeit be-trächtlich durch sie gewonnen. Seine Hymnen und Odensind aus großartiger Begeisterung hervorgegangen; dieLieder haben gefällige Leichtigkeit und Heiterkeit; die Ele-gien athmen zarre Empfindung und liebenswürdige Weh-muth; auch im Idyll und Epigramm versuchte er sich nichtohne Glück; am wenigsten befriedigen die Erzählungen.Die bedeutendste seiner dichterischen Arbeiten ist der oftumgestaltete und häufig gedruckte „Frühlings (1746; 1749;herausg. v. Hirzel: Zürich 17Z0. 4; vom Verf. selbstheransg. Franks, a., d. O. 1764), ein gehaltreiches lyrisch-beschreibendes Gedicht von vorzüglicher Anmnth und An-schaulichkeit der Betrachtung, in Hexametern von eigcnthüm-licher Gestaltung- welche das innere Leben des Dichtersausdrucksvoll versinnlichen sollte; sie haben schone Anapä-sten und eine den trochäisch-daktylischen Charakter verwi-schende Vorschlagsylbe. Bon seinen Werken hat der Dich-ter selbst (-766; 175g)kleinere, eine vollständige Samm-lung C. W. Rainler (Berlin 176a. 2 Th. 3; 4tc Ausg.1782) besorgt; die von W. Körte „nach der Handschriftdes Verf., nebst des Dichters Leben aus seinen Briefenan Gleim" herausgegebene (B. 2L0Z. s B. L) liefert