Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
150
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römischer Dichlor, der Oden des Horatius (B. >8oc>. 2B. 8),der meisten Sinngedichte des MartialiS (>787. 5 Th. 8),nud dc^ Ledichre des Eatnllus (^791), gehören, bcy un-leugbarcn Mängeln, immer zu den besseren ihrer Zeit undcd würde unbillig seyn, sie nach dem für Nossischc Mei-sterstücke gültigen Maasstabe würdigen zu wollen. SeineUeber>ctznng der Ba t te nx'schenEinleitung in die schö-nen Wissenschaften" (17S8; ötc A. r3aZ) mit untergeleg-ten Beyspielcn ans tcntschen Schriftstellern, ist als ästhe-tisches Lehrbuch von vielfachem Nutzen gewesen. Auch durchAufgaben tentscher Dichtwerke, der Sinngedichte Lo-gau's (^769; 1791.), der Schlesischen Dichter (>786),Wernike's (-780), der Klcist'schen, Götz'schen u. a.Godrhte, und durch mehre Sammlungen derLieder derTcntschen" (>766), derLyrischen Blumenlcsc"(l774 und1778, 2 B. L), derFabellese" (»78?; >79«) und derFabeln und Erzählungen" (1797), hat er sich um dietentsche Nationallitteratur verdient gemacht; viel Trcflichesist auf diese Weise zu allgemeinerer Kenntniß gebracht,der Schönheitssinn genährt und crkraftigt worden. Ucbcrdie Veränderungen, welche in srcmde Arbeiten aufzuneh-men, er sich erlaubt hat, haben Wenige so hart genrtheilt,wie A. W. Schlegel in denCharakteristiken" (Th. 2 S.5Z7 fll); vieles ist in diesem Tadel durchaus begründetund doch laßt derselbe nicht minder begründete Ermäßigungund Milderung z». Ramler's Schönhcitsgefnht hattesich, bey unverschuldeter Beschränktheit in philosophischenAnsichten und in dem, was aus Erfahrungen über Naturund Menschheit für das Wesen und Streben der Kunst ge-folgert werden kann, zu einer standhaft festgehaltenen Re-gelmäßigkeit gebildet und so daran gewöhnt, daß die An-wendung seiner Federungen auf Kunstwerke, besonders