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2 (1819)
Entstehung
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besorgte Ramlcr, nach des Dichters Tod und auf dessenausdrückliches Verlangen eine ausgewählte Sammlung sei-nervermischten Gedichte"(Mannheim 1785,5 Th. 8); undwie bedeutend diese durch des kritischen Freundes Verbes-serungen gewonnen haben, wie sehr sie derselben bedurftennnd wie so ganz einverstanden der Verfasser damit gewesenist, gehet aus I. H. Voß lehrreichen, in jedem Betrachtelesenswerthenkritischen Briefen über Götz und Namler"(Mannheim -Lag) überzeugend hervor.

Carl Wilhelm Ramler aus Eolbcrg fgeb. 1726;st. d. > l April 1798s erhielt in Halle auf dem Waisenhause«nd auf der Hochschule seine Vorbereitungsbildung,scheint aber besonders häuslichem Fleisse und dem Studiumder Alten Richtung und Festigkeit seines Geschmacks zuverdanken gehabt zu haben; er lebte zu Berlin ls. >746^mit Gleim, Su lzer, Spald ing, später mit Kleist,Lessing u. a. in den freundschaftlichsten Verhaltnissen,welche auf seine Kunstliebe und ästhetisch-kritische Bestre-bungen günstig einwirkten, ohne die schon reifere Selbst-ständigkeit derselben zu stören; das ihm l>74^ übertra-gene Amt eines Professors der Logik und schönen Wissen-schaften an dem Cadettcnhause, ließ ihm frepc Zeit genug,welche der Dichtknust und der sich auf diese beziehendenKritik gewidmet werden konnte; K. Friedrich Wilhelm II.beauftragte ^1787^ ihn nnd Engel milder Leitung desBerliner Nationaltheaters. Einige seiner Gedichte, auchÜbersetzungen horazischcr Oden waren ohne seinen Namenin den Bremischen Beyträgen abgedruckt und mit Beyfallgelesen worden, als er l>7st8^ durch Gelegenheitsgedichte,die gehaltvollesten und vollendetesten nicht blos ihrer Zeit,Aufsehen erregte und bald unter den geachtctesten SängernTeutschlands eine Stelle einnahm, welcher ihn die unbcfan-