Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
145
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bat öder das rothe Buch" (Hamb. 1774 u. 178,. Z Th. 4)Betrachtungen und Belehrungen über Gott, Tugend undmenschliche Bestimmung, zeichnet sich durch hohe Einfaltund tiefen Sinn aus; der morgenländische Seher-Stylist glücklich gefaßt und gehalten. DieSammtlichen Wer-ke" des fruchtbaren Dichters sind zuerst vollständig vonW. Körte (Halberstadt 181,. L B. 8) herausgegebenworden; derselbe hat auch das, für die gesammte gleich-zeitige tcutsche Litteratur wichtigeLeben" desselben (ebcnd.aäi 1. 3) beschrieben. Johann Peter Uz aus Ans-bach lgeb. 1720; st. d. 12 May ,796s, Rath, zulezt Di-rector des Landesgerichts und Consistoriums in seiner Vater-stadt, ein eben so musterhafter Geschäftsmann, als edlerund liebenswürdiger Mensch, hatte sich schon auf der Schulemit Anakreon und Hvratius befreundet und sang wahrendseines Aufenthaltes ans der Hallischen Hochschule,74^ in ihrem Geiste; er arbeitete mit an der von Götzunternommenen Veneutschung der AnakrcontischenGedichte(1746); auch wurden einige seiner jugendlichen Ver-suche in denBelustigungen" und in denBremischen Bey-trägen" abgedruckt. Seine leichte scherzhafte Lieder (her-ausgegeben von Gleim 1749; vermehrt von ihm selbst:Ansb. 17Z5 u. s. w.), mehre darunter nach französischenBorbildern, können Mit den Hag c d 0 rn'scheN wetteifernund stehen diesen nur itt fliesscnder Geschmeidigkeit ctwaSnach. Ungleich höheres dichterisches Kunstverdienst habenseine philosophische Oden; sie sind gedankenreich, lyrisch -kräftig angelegt, oft voll kühner Begeisterung; die Spra-che ist, bis auf kleine Flecken, welche dem Zeitalter angehö-ren, vortrcflich; der, zum Tbeil mit Glück neu versuchteBersbau musterhaft wohllautend. Seine Kirchenliederkomme» in frommer Erhabenheit und Innigkeit des religiö-

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