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zu leicht, oft zu sorglos gearbeitet, als daß viele seinerArbeiten auf den Ruhm künstlerischer Vollendung An-spruch haben können; eine wiederholte strenge Durchsichtwird in mehren vermißt; Gleim hat zu oft und zu langemit der Kunst gespielt, um ernsteren Foderungcn dersel-ben Genüge zu thuu. Sein lyrischer Beruf unterlieget kei-nem Zweifel; er offenbarere sich schon, während der Dich-ter in Hatte f^Zg — >740) studirte. Im leichteren Liedcund lyrischen Naturgcmäldc erstrebte er den AuakreontischcnTon; seine Lieder (1744 fll.) sind oft anmuthig, zart,schalkhaft, tändelnd, oft allzu nachlassig, oft gedankenarm;die späteren verrrathen Künstelet) in dem, was als Naturund Leichtigkeit gelten sott. Die „Gedichte nach den Min-nesingern^ (1770) und „nach Walther von der Vogelwci-dc" (>779) sind gefällig und als Versuche zur Crneuungaltteutschcr Liedcrkunst nicht ohne Verdienst. Den rechtenVolkston zu treffen, wurde ihm durch immer gegenwärtigevielseitige Geistesbildung erschwert; das zeiget sich in sei-nen aus der Fülle eines von Bewunderung des großen Kö-nigs überströmenden vaterländischen Herzens geflossenen,wenn auch ungleichen, meist herrlichen „Kricgsliedern einesPrenssischen Grenadiers" (Berlin 1768; >787); sie sindin höherem lyrischen Style gedichtet und zu reich an gelehr-ten Beziehungen auf das elastische Alterthum, um von demsanglustigcn Krieger gefaßt und gesungen werden zu kön-nen. Die Romanze wurde von ihm (>758) in Teutschlandeingeführt. Seinen „Fabeln" (1766) liegen fremde Vor-bilder zu Grunde; die Entflechtung der Lehre in die Erzäh-lung ist ihm eigenthümlich. Die Briefe (»746) sind mitSpielen tändelnder Laune übersättigt; unter den Epigram-men (>769) ziehen wenige durch einfachen Naturwitz an;die Satyren (1792) haben geringen Gehalt. Sein Halla-