dichterisches Verdienst, wenn gleich die Darstellung ge-drängter seyn könnte. Er gab seine „sämmtlichc Gedichte"selbst heraus (Dessau >782 f. Z TH.8); die hinterlassenenhat sein Sohn E. F. abdrucken lassen (Altona 1791). DiePredigten (r?55 fll.) sind mit Vilderschninck überladen, abernicht gedankenarm und für ihr Zeitalter nicht ohne redneri-schen Werth. Er hat mehre Wochenschriften herausgegeben;»der Schutzgeist" (Hamb. 2746) ist darunter die schwächste;„der Jüngling" (>747), bei welchem G iseke sein Gehülfewar, enthält viel Trcflichcs; den mannigfaltigsten Gehalthat „der Nordische Aufseher" (Kopenhagen >709 .4; 1760.3 Th. 8), zu welchem Klop stock mehre Beyträge gab.
Mit Ehrsurchr nahen wir dem Feierlichen/ dem Kräf-tigsten und Frcyestcn in dem schönen Kreise jugendlicherFreunde, dem Manne, der die Geister seines Vaterlandesmit dem wundersamen Dichterhauchc des Heiligen berührte.Großes wirkte in dem weiten unsichtbaren Reiche der Em-pfindung und, nun Allen erkennbar, Sprache und Kunstdurch Kraftmittcl der Natur und Forschung zu neuer Herr-lichkeit gestaltet hat. Indem er sich ausschloß in seinenGesängen, rief er Stetigkeit und siegende Hofnungen in dieWechsel des Lebens und goß die Tröstungen allmächtigenGlaubens ander Zukunft Gehcimniß in zagende und wundeHerzen. Friedrich Gottlicb Klopstock aus Qued-linburg sgcb- d. 2 Jul. 1724; st- d. 14 Marz rLoZfl, imKnabenalter naturgemäs mehr körperlich als geistig sichentwickelnd, wurde in Schulpforte ls. 17^9^ mit dem clas-sischen Alterthumc gründlich und gemüthlich befreundet.Hier erkannte er seinen Dichtcrbcruf; einsam schwelgte erin reicher Bilderwelt; im Umgange mit schönen Kunstge-stalten der Vorzeit begann das selige Lebensspiel schöpferi-scher Einbildungskraft; schon gefiel er sich in lyrischen Ver-