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den Zeitschriften und Sammlungen, mit welchen sich dieMorgenröche unserer reicheren und veredelten vaterlandi-schen Litteraturzeit ankündigte, lebte durch Armuth geuö-thigt, schon damals von schriftstellerischer Thätigkeit, wurdes >748^ Prediger in Crcllwitz, kurz darauf s>76os> Ober-hosprediger in Quedlinburg, dann sr?54s! Hosprcdigcr inKopenhagen; gedrückt von Hofverhältnissen folgte er demRufe als Superintendent nach Lübck s r77l.il, wurde aberbald s»774il in die dänisch-tentschcu Staaten zurückberu-fen und zum Procanzlcr und Professor in Kiel, späters -784s! zum Canzler ernannt. Cramer war von derNatur mit treflichen Anlagen ausgestattet, staudhafterFleiß erwarb ihm den Besitz eines seltenen Vorrathes ge-lehrter Kenntnisse; fein Gemüth hatte weiche Empfäng-lichkeit für alles Gute und Schöne, und unwandelbareFestigkeit in Bewahrung dessen, was von ihm als rechtund wahr anerkannt worden war; ihn beseelte der edelstebürgerliche Gemcingcist und herzliche Gottesfurcht. Seinereligiöse lyrische Gedichte zeichnen sich durch den eigenthüm-lichen Vorzug populärer Erhabenheit und eines kühneninneren Lebens aus, welches für die mannigfaltige Lesc-wclt viel Anziehendes und nichts Fremdartiges hat; esherrschet in ihnen dichterische und metrisch-rhythmische Ge-diegenheit; selten fällt der nirgends sorgsam vermiedeneWortrcichthum lästig; in der Ode ,,dieAuferstehung"(i748)waltet fromme Glaubenskraft, in der auf,,Luther"(i77i)glühet tcutschcs Hochgefühl, und die auf „Melanchthon"(1772) ist begeisterter Ausdruck wissenschaftlichen Dankge-gefühls. Die umschreibende Nachbildung der „Psalme"fi75Z f.; »762. 4Th>) und die „evangelischen Nachah-mungen der Psalme und die geistlichen Lieder" (1769)haben nicht blos großes rhythmisches, sondern auch viel