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2 (1819)
Entstehung
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suchen; schon hatte er, ohne mit Milton bekannt zu seyn,den großen Gedanken,, den Erlöser zn singen, liebgewonnenund zur Aufgabe seines Lebens gewählt. Er bezog l 1746sdie Hochschule in Jena, um Theologie zn studieren, und ar-beitete die ersten drey Gesänge der Mcssiade in Prosa aus;im folgenden Jahre ging er nach Leipzig, wählte mit reiferBesonnenheit den Hcrameter, als das geeigneteste Sylben-maas, für seine episch-heilige Darstellung und die erstendrey Gesänge der Mcssiade erhielten ihre metrische Kunstgc-stalt. Sein Freund und Stnbengenossc I. C- Schmidtperrieth im Eifer des Streites für vaterländische Kunstehredas dichterische Geheimniß an Eramer; dieser führteKlopstock in den littcrärischcu Kreis seiner Freunde einund die ersten dreh Gesänge der Mcssiade wurden in denBremischen Beytragen (»748 B. 4 St- 4 und 5) abgedruckt;sie erregten großes Aufsehen und gewaltigen Streit in dertcutschen Schriftstcllerwelt; Klo pst ock's Name hatte Be-rühmtheit; einige seiner Oden, namentlich der Lehrling derGriechen (>747), waren früher bekannt geworden. AlsKlopstock Leipzig verlassen hatte, lebte er ss. 1748s ineiner Hauslchrcrstelle zn Langensalz; hier umnachtete dü-stere Schwermuth seine Seele; des tieffühlcndcn Dichtersschwärmerische Zärtlichkeit fand bey Fanny, Schmidt'sSchwester, keine Gegenliebe; er mußte dem Zanberkreiseentweichen, der ihm Quaal bereitete. So folgte er willigder wohlwollenden Einladung B od m er' sundrciste s 1760snach Zürich; Freuden der Geselligkeit und Genuß der herr-lichen Natur gaben ihn sich selbst zurück. Auf der GrafenBernstorf und Moltke Veranlassung berief ihn sr76rsK- Friedrich V. nach Kopenhagen, damit er sorgenfrei) sichselbst und den Eingebungen seines Geistes leben und anVollendung seines göttlichen Epos arbeiten könne; gleich