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geleistet wird. In den Lustspielen wird Nachahmung desMolicreschen Styles nicht verkannt werden können;in ihnen gefällt der Ausdruck eines heiteren sittlichen Gei-stes und die oft nicht niislungcne Darstellung vaterländi-scher Sitten; nach dem Maasstabe der Kunstfoderungen andramatische Lebensgcmälde dürfen sie nicht gewürdigt wer-den. „Die stumme Schönheit" in Alexandrinern hatwahrhaft dichterischen Gehalt; unter den prosaischenStücken ist „der Triumph der guten Frauen" das gelun-genste, reich an malerischen Zügen und Stellungen; dieCharakterstücke „der geschäftige Müssiggänger" und „derGeheimnißvolle" haben zu wenig dramatische Lebendigkeitund kränkeln an Einseitigkeit der Beobachtung und an brei-ter Ausführlichkeit. Von Schlegel's übrigen dichteri-schen Arbeiten haben die Briefe, in horazischcr Manier,den bedeutendsten Werth; ungleich geringeren die den Stylseines Zeitalters nicht verleugnenden allegorisch-epischenVersuche. Seine ästhetisch-kritische Aufsätze haben zurVerständigung über folgenreiche Angelegenheiten des Kunst-sinnes , besonders zu richtigerer Würdigung der Griechenund Franzosen, wacker mitgewirkt; auch war er einerder ersten, welche Shakespear's Größe ahndeten undbeachten lehrten. Seine „sämmtliche Werke" sind (Ko-penhagen und Leipzig r^r fll. 6B. 8.) von seinem Bru-der Johann Heinrich (geb. ,724; st. d. iLOct. 1780^,Professor in Kopenhagen, bekannt durch Uebersetzungenmchrer Thomson'schen und Doung'schen Trauerspiele (s.1768) in zuerst von ihm eingeführten fünffüßigen Jamben,herausgegeben worden. — Sein Bruder JohannAdolphSchlegel fgeb. 1721; st. d. e6 Sept. »79?^, zuleztConsistorialrath und Superintendent in Hannover, zu-gleich mit I. E. in Pforte und Leipzig, war von demsel-