Grundsätzen des Geschmacks Und durch Sicherheit des kriti-schen Gefühls eine ihm freywillig zugestandene und mit hei-terer, anmaßungsloser Tüchtigkeit gebrauchte Ueberlegen-hcit behauptend. Unter seinen dichterischen Arbeiten kannblos das naiv feine Schäferspiel „die geprüfte Treue"(>768) erwähnt werden; auch fing er in Verbindung mitZachariä an, die tcutsche Lcsewelt mit dem SpanischenTheater (1769), nach Linguct's französischer Borarbeit,bekannt zu machen. — Iobann Elias Schlegel ausMeissen sgeb. >718; st. d >? Aug. 1747s, auf der Schul-pforte durch vertrauten Umgang mit den Werken des clas-sischen Alterthums gebildet und schon da ein begeisterter undgegen seine Arbeiten sorgsam strenger Dichter, zu Leipzigin lebhaftem litterärischen Verkehr mit Gottsched, er-langte frühe Berühmtheit und strebte eifrigst, sie zu ver-dienen. Er ging als Privatsckretar des Sächsischen Ge-sandten nach Kopenhagen s'7^5 sj, nahm eine Lehrstelle ander Rittcrakademie in Soroe au s 1748s und wurde jungdas Opfer seiner Anstrengungen. Ihm gebühret unter denBegründern des dramatischen Kunststylcs in Teutschlandeine der ersten Stellen. Seine, durch natürlichen Wohl-laut des Versbaues sich auszeichnende Trauerspiele habennicht nur gleichmäßige Würde im Tone und Ausdrucke,sondern auch meist gute Anlage und Entwickelung derHandlung und folgerichtige Haltung der Charaktere; derDialog ist nicht leicht und slicsscnd genug; der rednerischenStellen und der Sittensprüche sind zu viele. Die früheren,„die Trojanerinnen si726sj, Orest und Pylades s 1707 s,Dido" ^1789^ waren griechischen Mustern nachgebildet;in den spateren, „Hermann" s>7äZs und „Canut" s'746s,beweget sich der Geist freyer und kräftiger, wenn schonder Regelmäßigkeit der Kunstdarstellung oft weniger Genüge
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