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zu stellen. Bch einer Zusammcnhaltung mit Gottschedkann Bodmer nur sehr gewinnen. Was er in Kritik undAesthetik geleistet hat, ergicbt sich aus den lstshcrigen An-deutungen. Seine „Grundsätze der teurfchen Sprache"(176k)) geben ihm gerechten Anspruch auf eine Stelle unterden philosophisch-kritischen Forschern. Und so mittelmäßiger als Dichter erscheint, wie weit läßt er Gottsched hin-ter sich zurück! Er war fünfzig Jahre alt, als er mit Ge-dichten (>747) hervortrat, unter welchen das kritische f'ob-gcdjcht auf den Charakter der Untschen Dichter, alteingeschichtlich ästhetischen Werth hat. Dichterisches Natur-feucr und Kraft der Begeisterung waren ihm uicht vcrlic-hen; warmes Gefühl für das Edle hatte er sich sittlich an-geeignet; und dieses spricht sich in der „Noachide"(i7S<2 :c.)aus, welche, ohne epische Anlage und geistige Einheit,manche gelungene Schilderung patriarchalischer Sitten undmehre durch schmucklose Einfalt anziehende Gemälde ent-hält; dergleichen finden sich auch in der „Kaltiope" (>767-2B. 3>); und heimathliches Kunstgefühl können im „Par-cival" (>7Zo) und in den „Altcnglischcn Balladen" (>730.2 Bdchcn) nicht verkannt werden. Seine dramatische Ar-beiten ss. >764^ sind als Kunstwerke schwach, oft nichtsmehr als historisch-politische Gespräche; doch nicht ohneVerdienst in Beziehung auf Auswahl des Stoffes und im-mer gehaltvoller und körniger in Gesinnung und Sprache,als die Gottschcdischen. Die Ucbersetzungen des Homer(1778) und des Apollonius von Modus (1779) hättenzwanzig Jahre früher hervortreten müssen, um beachtens-werth für bescheidneres Zeitbcdürfuiß gefunden werden zukönnen. Den von ihm allerdings geförderten Gebraucl»reimloser Verse nahm Boviner von Pyra und Klop-stock an; stand aber auch hierin mit den Gottfchediauern,