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beit dcS ästhetischen Urtheils beurkundeten und auf die lehr-reiche Eigcnchümlichkeit minder beachteter italiänischer,englischer und anderer Dichter aufmerksam machten; auchwurde Klop stock's dichterisches Verdienst von Bo dm erin den N. krit. Br. zuerst gepriesen; so wie schon früher(17/,^) Hall er's Muse einen beredten Auwald in Brei-tinger gefunden hatte.
Die Schweizer trafen mit den Leipzigern in mehrenHauptpuuetcn zusammen; die einen wie die andern gingenvon geläuterten Grundanstchten der Wölfischen Philosophieaus, vertheidigten den freyen Vernunftgcbrauch und dran,gen auf Helligkeit und Bestimmtheit der Vorstellungen inden Werken der redenden Kunst; gleichmaßig bekämpftensie leeren Prunk der Darstellung und das für Denken undFühlen unfruchtbare Spiel mit ausgckünsteltem Witze undWortgctöuc; beide fodcrten Achtung für klassisches Alter,thum und stützten ihre Kunstvorschriften auf die aus denMusterwcrkeu desselben entlehnten Erfahrungen. Aberschon hier trennte sich ihr Weg; die Schweizer suchten inden Geist der Alten einzudringen und ehrten und beachte,tcn diesen mit männlicher Freyheit; die Gottschedianer hin-gen mit knechtischer Beschränktheit an der, auf blendenderAeusserlichkcit und dem dieser untergelegten Ansehn derAlten beruhenden französirenden Regelmäßigkeit; ihnengenügte Nichtigkeit des Ausdruckes und nüchterne Verständ-lichkeit, ohne daß breite Seichtigkeit vermieden wurde;die Schweizer erstrebten Auffassung des Edlen und Schönenin Gedanken und Gefühlen und ordneten dieser das Aeusscreunter, ohne darum seine Bedeutung zu verkennen. Kurzdie Schweizer richteten ibre Forschung und Gesetzgebungauf das Innere, auf die Seele der Kunst, die Gotische,dianer aus das Aeusscre oder körperliche derselben. Auch
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