Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
113
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Jacob Bodmer aus Greisseusce bei) Zürich sgeb. 169g;st. d. 3 Jan. >7öZss, von früher Jngcnd an unermüdctfleissig im Lesen alter und neuer Werke der schönen Littcra-tur und, was dazu crfoderlich war, im Erlernen ältererund neuerer Sprachen, von sehnsuchtvollem Streben nachbefriedigenden Grundgesetzen des Schönen und Großen inder Kunst zum ernsten Nachdenken, Prüfen und Untersuchenaufgcfodert, geleitet von dem regesteu Sinne für Wahr-heit, Gerechtigkeit und Freyheit, lebte fast ausschließlichfür Littcratur in Zürich ls. »720^, ein halbes Jahrhun-dert »725 bis 1775s das Lehramt der helvetischen Geschichtebekleidend, immer auf das cngeste verbunden mit seinemvertrauten Freunde Johann Jacob Breitingeraus Zürich lgeb. 1701; st. d. >5Dcc. »776^, öffentlichemLehrer der hebräischen ss. 1761s und der griechischen ss.1746 s Sprache, einem achtungswürdigen Gottcsgelehrtcuund feinsinnigen Kritiker. Beide licssen sich ernstlich ange-legen seyn, das Gefühl des Schönen in der Kunst ansGrundsätze zurück zu führen, legten in denDiscourscnder Maler" (Z. 1721 f. 4TH.; Forts. 1729; neue verm.Aufl. 1746. 2 B- 3.) Rechenschast von ihren Bestrebungenab und suchten in einer, nicht fortgesetzten Schriftvondem Einflüsse und Gebrauche der Einbildungskraft zur Ver-besserung des Geschmacks" (172..) die Theorie der schönenredenden Kunst und Seelenlchre zu begründen, unterwar-fen dabey viele Stellen teuischcr, besonders Schlesischer'Dichter einer unbefangenen Prüfung und veranschaulichtenihre Ansichten durch Beyspiele; ihre Wirksamkeit blieb da-mals noch auf einen enger begränzten Leserkreis in derSchweiz eingeschränkt. Die nähere Veranlassung zum Kampfemit Gottsched und seiner Schule gab Brcitingc r's,zunächst eine Vergleichung zwischen Poesie und MalerepW«chler'i VorNsxnztn 2r?bl, 3