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Vorliebe für Pbilosophie und schone Litteratur, von Kö-nigsberg nach Leipzig s 1-724^, um der ihm, wie allenausgezeichnet wohl gewachsenen jungen Männern imPrcus-sischen, damals drohenden Gefahr de6 Kriegsdienstes znentgehen. Ter litterarisch vielwirkende I. B- Menkevertraute ihm den Unterricht seiner Kinder an und wurdesein eifriger Beschützer. Gottsched trat als Privatlchrerder Hochschule auf und fand großen Bcpfall; er erneute^1727^ die schon lange ss. 16971 vorhandene, iu Unthätig-kcit verfallene Leipziger teutschc Gesellschaft und gewanndadurch unmittelbaren, bedeutenden Einfluß auf den Kreisder Studirenden und vieler, für Theiluahmc an wissen-schaftlichen Bestrebungen empfänglicher junger Manner.ES wurde ihm eine ausserordentliche j und bald dar-auf fi734f eine ordentliche Professur übertragen; sein An-sehen stieg mit jedem Jahre und galt in ganz Teutschland;er war das Haupt einer weit verbreiteren Schule. Gabihm auch weder entschiedene Ueberlegcnhcit des Geistesnoch eigenthümliche schöpferische Thaligkeit rechtskräftigenAnspruch aus diese, von ihm selbst am ärgsten misverstan-dene, Auszeichnung; so war sie doch iu Rücksicht auf das,waö er als Lehrer und Schriftsteller wirkte, krinesweqesganz unverdient. Mit unverkennbarem Erfolge arbeiteteGottsched an Reinheit und Nichtigkeit der teutschenSprache und seine „tentscheSprachkunst" (174L; 1749W.)leistete für Vereinfachung derselben, für ihre Reinigungvon herkömmlichen Fehlern und Verstößen, besonders vonschimpflich >posstrlicher Mengerey im Umgänge und Ge-schäftsieben gute Dienste; wenn sie gleich kein Werk gründ-licher, den Geist des Wortes erfassender Forschung war.Die Kenntniß und Achtung der vaterländischen Natisnal--Littcratur wurde durch seine „Beträge zur kritischen Hi-