Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
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Voltaire'6 in Ferne!) verschmähet?. Schon im Kna-benalter hatte Halter, mit vielumfassendem Geiste inallen Gebieten des menschlichen Wissens hermnschwelgcnd,die vaterländische Dichtkunst liebgewonnen; Lohen steinwar ihm Muster und Vorbild, dann Canitz undBrockes,bis er mit Virgil, der sein Lieblingsdichtcr blieb, und meh-ren Alten vertrauter geworden war. Spätere gründlich-reife wissenschaftliche Bildung ist 272?^ machte ihn derNeigung zur Dichtkunst nicht untreu; erst als viclthärigcrGeschäftsmann scheint er l27stst^ ihr entsagt zu haben.Die Richtung seines Geistes bestimmte ihn für feierlichenErnst; für diesen gab er den Musterton in Teutschland an,wie Hagedorn für Freude und gesellige Heiterkeit. Erfaßte die Mannheit der deutschen Kunst und Sprache inihrer Tiefe auf; sein Grundwcscn ist Stärke der Betrach-tung und Würde der Ansicht, Gedankenfülle und frucht-barschwere Kürze. Brittischc Muster sagten ihm unter denneueren am meisten zu. Seine Darstellung ist immer er-giebig für das Nachdenken; die Sprache oft hart, derVersbau nicht überall wohllautend. Unter den, nicht so-wohl in der Anlage, als in Einzelnem, was gewichtvollist, genügenden philosophischen Lehrgedichten gilt dasüberden Ursprung des Uebels" s >784^ als das gehaltreichsteund gelungenste; aber durchweg hat er den Lchrton an-gegeben, welcher durch keinen veränderten Zeitgeschmackhat verdrängt werden können. Seine Satyren sind derWiedersehen: eines männlich-strengen Gcmüths, oft Er-güsse cdclleidcnschaftlicheu Unwillens. In dem berühmtenbeschreibenden Gedichtedie Alpen" ^1729^, dem sinn-vollen Ausdrucke der Anschauungen und Betrachtungen,welche eine zunächst botanische Alpenreise l2728k erzeugthatte, wird die Anlage nicht ohne Grund getadelt und