Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
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102
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Besetzt und nach zunehmend festeren Grundsätze« att seinenArbeiten feilte, so ist die Vergleichung der früheren Les-arten mit den späteren kruisch-ästhetisch lehrreich und demKunstjünger zu empfehlen. Ein Theil seiner Werke wurdedcrLesewelt durch die Weichm annsche Sammlung (1726)und imVersuche einiger Gedichte" (Hamb. 1729. 3.),so wie imVersuche in poetischen Fabeln und Erzählungen"<H. 1739.!!.) unvollkommen bekannt; vollständiger undausgearbeiteter nach seinem Tode - H. 1766; und eine andereAusgabe i?Z7- 3B. 3 ); am vollständigsten und sorgfäl-tigstenmit seiner Lebensbeschreibung begleitet von I. I.Eschenburg" (H. 1800. 6B. 3.) herausgegeben. Indcm Antheile, welchen Hagedorn an den, für Teutsch-lands Nationallitteratur so entscheidend wichtigen kritischenStreitigkeiten der Gottschedianer und Schweizer nahm,offenbaret sich ein Geist der Mäßigung und Sicherheit,welcher ihn über sein Zeitalter stellte und gegen Verwir-rung der Begriffe und harte Einseitigkeit der Grundsätzezzleich kräftig verwahrte; sein Wesen wurde von diesemKampfe nur leicht berührt und behauptete sich in unge-störter Selbstständigkeit. Zu gleicher Zeit mit H age-dorn dichtete Abbrecht von Haller aus Bern sgeb.1708; st. d. 12 Dec. 1777^, als Gelehrter durch seltenenwissenschaftlichen Reichthum und durch große Verdiensteum Medicin und Botanik glänzend, der Stolz der Göttin-ger Hochschule s»736-1753s, sür die er als Gründer me-dicinischer Bildungsanstalten, der Gelehrten Anzeigens>7ä5j und der Gesellschaft der Wissenschaften ^1761^ un-vergeßlich seyn muß; einer von den Männern, die durchihren Ruf allen gebildeten Ländern Europa's angehören;noch in seinem lezten Lebensjahr wurde ihm der Triumph,daß Kaiser Joseph ll. ihn aussuchte und die Bekanntschaft