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des Studiums der Alten ist, der Achtung für neuere Klas-siker Frankreichs und Englands, des Umganges mit Naturund höber strebenden Menschen, einer freudigeren undsinnigeren Weltansicht. So erscheinet Friedrich vonHagedorn ans Hamburg sgcb. >708; st. d. 28 Ott. 1754/),von früher Jugend an im regsamen Dichtcrkreise seinerVaterstadt und bald durch vertraute Bekanntschaft mit demklassischen Altcrthume und mit französischen Mustern zurKunst erzogen, ein Mann von heiterem, edlen, bescheide-nen Sinne, sich gefallend in geistreicher, froher Gesellig-keit, im Besitze eines mit Ausdauer und Genuß errunge-nen feinen Geschmackes, der ihn zwischen Lohcnsteinischcrschwülstiger Ueberladung und Ncukirchischcr matter Armutheinen richtigen Mittelweg zu gefälliger Kunstdarstcllungfinden ließ. Seine Lieder ss. 1725^ haben Leichtigkeit,lachende Anmuth und bezaubernde Natürlichkeit, die späte-ren ss 1747t sind oft sehr glücklich erfunden und durchcigcnthümliche Schönheit ausgezeichnet. In den Fabelnund Erzählungen si/Zöl ahmet er frey und mit zartemKunstsinne fremde Muster nach; sie gefallen durch Naivitätund anspruchlose Belehrung, äusserst selten und auch dannnie unverschlcycrt vergißt sein Scherz der Gesetze der Züch-tigkcit Im satprischcn Lehrgedichte jeinzeln s. 174G wer-den die Schranken des geschlissenen Gcscllschaftstones nieüberschritten; des Dichters Muthwillc ist ohne Bitterkeit,sein Tadel meist ohne Grämlichkeit; und doch wird das,was schlecht ist, nicht geschont. Bon den Epigrammensprechen einige einen vcrncucten griechischen Geist augen-blicklicher Betrachtung aus. Sein Versbau, mit einfachemWechsel männlicher und weiblicher Reime, ist ungemeinwohllautend und laßt alles, waS gutes in der Art vorihm vorhanden war, weit zurück. Da Hagedorn fort-