Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
100
Einzelbild herunterladen
 

t00

sophie ausgenommen, die gefährlichste Nebenbuhlerin ihrerälteren berühmtesten Schwestern, und die wirksamste Bil-dungsanstalr für Philologie durch Gesncr, für Ge-schichtskunde durch I. Dav. Köhler fst. -755s, für po-litische Frcymüthigkeit durch F. I. Sehmauß fst. >75?^wurde. Auch die neue Hochschule zu Erlangen ff. -74^leistete für frcye allgemeinere wissenschaftliche Bildung nichtwenig. Die Jugend erfrcuetc sich einer angemesseneren reich-haltigen Vorbereitung auf vielen Untcrrichtsanstalten; dasGeschäftsleben verschmolz mit wissenschaftlichen Bestrebun-gen; für Unterhaltung der Theilnahme an litterärischenAngelegenheiten war durch zahlreiche Zeitschriften gesorgt;feindselige Trennung gelehrten Kastengeistes ward immerseltener, je einladender und reifer das gemeinsame Wissen-schaftliche hervortrat, in dessen eifriger und liebevollerBeachtung so Viele zusammentrafen. Urkundliche Erfor-schung des Untschen Mittelalters stand in großer Achtung;Job. Schilter fst. 1705s und Leibuitz waren thätigeBeförderer desselben; in ihre Fußstapfen traten S Fr.Hahn fst. 1729^, I. G- v. Enard fst. 17^0I. B.Menke fst. 1752Z, B. G. Struve ist. i733j, I. F.Schannat fst. 1739s und mehre andere. Um den Anbauder teutscheu Sprachkunde erwarben sich I 0 h. GeorgWächter ^.5767^, Christian Gottlob Haltausfst. >753^ und Joh. Leonhard Frisch ist. r?43jjgroße Verdienste.

Auch die Pflege der vaterländischen Kunst in Spracheund Schrift fand treue und tüchtige Obhut; ein geistigedleres Geschlecht ist erwachsen. Die jugendliche Begeiste-rung und Erkraftigung aller dieser besseren Köpfe war dasWerk des Lohensteinischen Geschmackes und die Lossagungdavon beurkundete ihre reifere Bildung, welche die Frucht